«Es gibt Dinge, die sind verboten. Und es gibt Dinge, die macht man einfach nicht.» So kommentiert ein führender Unionspolitiker das Verhalten von Verteidigungsministerin Lambrecht. Es geht um ihren Sohn.
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht in der Kritik.
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht in der Kritik. - Darko Vojinovic/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Union im Bundestag wirft Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) wegen der Mitreise ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber «maximale Ungeschicklichkeit» vor.

«Das zeugt von mangelndem Fingerspitzengefühl», sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), am Dienstag in Berlin. Der Vorgang habe «ein Geschmäckle», wie man in seiner Heimat sagen würde. «Es gibt Dinge, die sind verboten. Und es gibt Dinge, die macht man einfach nicht.»

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte an die Adresse von Lambrecht: «Sie tut gut daran, schnellstmöglich für Transparenz zu sorgen.»

Der «Business Insider» hatte berichtet, Lambrechts 21-jähriger Sohn sei in einem Regierungshubschrauber zu einem Osterurlaub mit seiner Mutter geflogen. Die Ministerin sei nach einem Truppenbesuch gemeinsam mit Personenschützern des Bundeskriminalamtes nach Sylt gefahren. Dem Bericht zufolge gab es bereits andere Mitreisen des Sohns.

Das Verteidigungsministerium hatte erklärt, die Ministerin habe den Mitflug beantragt und «die Kosten gemäss der Richtlinie zu 100 Prozent übernommen». Der Flug sei am 13. April vom Dienstsitz in Berlin aus gestartet und habe zu einem Truppenbesuch nach Ladelund in Schleswig-Holstein geführt.

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