Ukraine zielt auf Krim – Tschonhar-Brücke beschädigt
Die Ukraine greift die Landverbindung zur Krim erneut an – Drohnen treffen die Tschonhar-Brücke zum zweiten Mal in Folge.

Das Wichtigste in Kürze
Die ukrainische Armee hat die Brücke bei Tschonhar in zwei aufeinanderfolgenden Nächten mit Drohnen attackiert. Das meldet «n-tv» unter Berufung auf russische Behörden.
Die Brücke ist seither für den Verkehr gesperrt, wie «swissinfo.ch» berichtet. Wladimir Saldo, Chef der russischen Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, riet betroffenen Autofahrern, die längere Strecke über Perekop zu nutzen.
Die Angriffe sind Teil einer seit Mai laufenden Operation, mit der die Ukraine die Krim abriegeln will. Das berichtet «blue News» unter Berufung auf Angaben der russischen Besatzungsbehörden.
Krim nur noch über wenige Routen erreichbar
Die Halbinsel Krim ist gemäss «swissinfo.ch» lediglich über drei Strassen erreichbar. Das sind die Routen über Perekop und Tschonhar im Norden sowie die neu gebaute Brücke von Kertsch im Osten.
Für Treibstofftransporte per Bahn oder Lastwagen ist die Kertsch-Brücke zu gefährlich. Mehrere Fähren zwischen Russland und der Krim hat die Ukraine bereits ausgeschaltet.
Moskau hat entlang des Asowschen Meeres eine neue Versorgungsstrasse zur Krim gebaut. Doch auch dort werden Militär- und Treibstoff-Lastwagen von ukrainischen Drohnen mittlerer Reichweite aufgespürt und zerstört, so «blue News».
Treibstoffknappheit verschärft sich
Auf der seit 2014 annektierten Halbinsel musste Treibstoff bereits rationiert werden, wie «blue News» berichtet. Russland nutzt die Krim für Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und zur Versorgung seiner Truppen in der Südukraine.

Parallel dazu traf in der Nacht ein russischer Raketen- und Drohnenangriff die Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw. Mindestens drei Menschen wurden getötet.
Die ukrainische Luftwaffe ortete laut eigenen Angaben 168 russische Flugkörper und wehrte davon 148 ab.












