Ukraine-Krieg: Nato hat keine Hinweise auf Eintritt von Belarus

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    Belgien,

    Ein Nato-Vertreter erklärte, man sehe derzeit keine konkreten Hinweise, dass Belarus tatsächlich offiziell in den Ukraine-Krieg eingreifen wolle.

    Lukaschenko Ukraine-Krieg
    Belarussischer Präsident Alexander Lukaschenko - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Belarus wird nach Ansicht der Nato wohl nicht aktiv in den Ukraine-Krieg eingreifen.
    • Der Putin-Verbündete hatte mit der Stationierung von Truppen an der Grenze Sorgen geweckt.
    • Lukaschenko habe bei möglichen Sanktionen zu viel zu verlieren, ist die Nato überzeugt.

    Die Nato sieht keine Hinweise darauf, dass sich Belarus aktiv am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligen will. Trotz der Stationierung von Truppen an der Grenze, glaube man, dass das Land nicht offiziell in den Krieg eingreifen wolle. Das sagte ein Vertreter des Militärbündnisses am Mittwoch am Rande eines Verteidigungsministertreffens in Brüssel. Als einen möglichen Grund nannte er die dann drohenden Sanktionsmassnahmen des Westens.

    Mit Blick auf den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko sagte er: «Ich glaube nicht, dass wir daran zweifeln sollten, dass Lukaschenko versteht, dass die volle Wucht der Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, auch gegen Belarus angewandt werde, wenn die belarussischen Streitkräfte dieselbe Art von Operationen gegen die Ukraine durchführen würden.»

    Lukaschenko kündigte Militäreinheit an

    Lukaschenko hatte zuletzt die Bildung einer gemeinsamen regionalen Militäreinheit der Streitkräfte seines Landes mit der russischen Armee angekündigt. Aktiv nimmt das Zehn-Millionen-Einwohner-Land jedoch bislang nicht am Ukraine-Krieg teil. Nach Auffassung des Westens dient Belarus Russland allerdings als Aufmarsch- und Rückzugsgebiet.

    Belarus sei mitschuldig am Ukraine-Krieg, weil es die Stationierung russischer Truppen zugelassen habe. Dies betonte der Nato-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Es habe unter anderem zugelassen, dass im Laufe des Krieges Boden- und Luftangriffe von belarussischen Territorium aus gestartet worden seien.

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