Ukraine Krieg: Namen von über 600 Russen-Spionen veröffentlicht

    Anna Baumert
    Anna Baumert

    Ukraine,

    Die ukrainische Spionagebehörde lässt im Ukraine-Krieg die Identitäten angeblicher Russen-Spione auffliegen. Sie veröffentlichten über 600 Namen und Adressen.

    ukraine krieg
    Die ukrainische Spionagebehörde hat im Ukraine-Krieg die Namen von über 600 angeblichen russischen Spionen veröffentlicht. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über 600 angebliche Spione des Kremls sind enttarnt worden.
    • Die ukrainische Spionagebehörde veröffentlichte am Montag eine entsprechende Liste.
    • Auf dieser wurden Namen, Adressen und sogar Autonummern der Betroffenen vermerkt.

    Spione sind im Krieg von zentraler Bedeutung. Ihre Insider-Informationen können einem Land einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Feind verschaffen. Das Wichtigste für Spione: dass sie unerkannt bleiben.

    Jetzt ist jedoch die Tarnung von mehr als 600 russischen Spionen aufgeflogen. Ihre Angaben wurden am Montag von der ukrainischen Spionagebehörde veröffentlicht, wie verschiedene Medien berichten.

    fsb
    Der Sitz des örtlichen Inlandsgeheimdienstes FSB in St. Petersburg. Foto: Ulf Mauder/dpa - dpa-infocom GmbH

    Der Nachrichtendienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums erstellte demnach eine umfassende Liste der angeblichen Kreml-Spione. Darin sind die Namen, Adressen, Handynummern und Autokennzeichen der betroffenen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB vermerkt.

    Dazu schreibt die Behörde: «Mitarbeiter des FSB, die in die kriminellen Aktivitäten des Aggressorstaates in Europa verwickelt sind.»

    Ukraine-Krieg: Geheimdienst schuld an stockender Invasion?

    Moskau liess die Veröffentlichung der Namen zunächst unkommentiert. Das Verhältnis zwischen Russlands Inlandsgeheimdienst und dem Kreml dürfte aktuell etwas schwierig sein. Denn: Die Behörde wird offenbar dafür verantwortlich gemacht, dass der Ukraine-Krieg nicht nach Putins Plan verläuft.

    ukraine krieg
    Mit Wladmir Putins Invasion in das Nachbarland begann am 24. Februar der Ukraine-Krieg. - Keystone

    Anfang März wurden zwei ranghohe Spione verhaftet. Sie sollen den Präsidenten vor dem Ukraine-Krieg mit mangelhaften Informationen versorgt haben. So habe der Leiter der FSB-Auslandsaufklärung gemeint, die Ukrainer würden eine russische Invasion befürworten. Über den hohen Widerstandswillen der ukrainischen Bevölkerung sei Putin nicht informiert worden.

    Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

    Der andere verhaftete Kreml-Spion war für Russlands Desinformationskampagne verantwortlich. Diese tut sich aufgrund der sozialen Medien schwer – sehr zum Ärger von Putin.

    Weiterlesen

    Grinder Russen
    47 Interaktionen
    «Sehr ergiebig»
    8 Interaktionen
    Diplomaten-Status
    Ukraine Krieg
    35 Interaktionen
    War er ein Spion?

    MEHR IN NEWS

    Flydubai Copilot
    72 Interaktionen
    Passagier berichtet
    18 Interaktionen
    Zu viele Anfragen
    Brasilien Wahl
    32 Interaktionen
    Brasilien-Wahl

    MEHR UKRAINE KRIEG

    russland ukraine
    11 Interaktionen
    Wegen Oligarchen
    Robert Fico slowakischer Ministerpräsident
    74 Interaktionen
    Bratislava
    Trump
    84 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    Russland Aussenminister Sergej Lawrow
    68 Interaktionen
    Ukraine-Krieg

    MEHR AUS UKRAINE

    16 Interaktionen
    Kiew
    64 Interaktionen
    Kiew
    Friedrich Merz
    53 Interaktionen
    Kiew
    Friedrich Merz
    50 Interaktionen
    Kiew