Ukraine gewinnt über 600 Quadratkilometer zurück
Die Ukraine meldet seit Jahresbeginn die grössten Geländegewinne seit 2023 – mit einer neuen Strategie gegen Russlands Nachschublinien.

Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Beginn des Jahres 2026 mehr als 600 Quadratkilometer Territorium von Russland zurückerobert.
Das teilte Armeechef Oleksandr Syrskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, wie das «SRF» berichtet.
Wo genau die Geländegewinne erzielt wurden, liess Syrskyj offen. Allein im Mai konnte die Ukraine 100 Quadratkilometer mehr unter ihre Kontrolle bringen, als sie in diesem Monat verlor.
Neue Strategie der Ukraine gegen die russische Logistik
Kiew verstärkt seine Angriffe auf russische Versorgungsrouten in den besetzten Gebieten im Süden und Osten, berichtet das «SRF». Diese Schläge beeinträchtigen die Nachschublogistik der russischen Streitkräfte zunehmend.
Militäranalyst Hendrik Remmel erklärte gegenüber «ZDFheute», dass russische Transporter inzwischen teils auf Feldwege ausweichen müssten. «Das funktioniert teilweise, aber das verlangsamt natürlich den Nachschub an die Front», so Remmel.
Die ukrainischen Angriffe auf Versorgungswege unterbrechen zwar die russische Logistik, so Remmel. Doch Russland verteidige mit eigenen Drohnen weiterhin die Kontaktlinie – signifikante Raumgewinne gelängen der Ukraine bislang nicht.
Saporischja als Schwerpunkt der Kämpfe
Laut «SRF» konzentrieren sich die aktuellen Geländegewinne der Ukraine auf die Region Saporischja. Dort wurden russische Kräfte vermehrt in die Defensive gedrängt.

Die Ukraine hat dabei Gebiete bei der umkämpften Stadt Kostjantyniwka und in der Region Saporischja unter ihre Kontrolle gebracht.
Der «ORF» berichtete bereits im Februar, dass ukrainische Streitkräfte im Abschnitt Olexandriwka acht Siedlungen befreit und 400 Quadratkilometer zurückgewonnen hätten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich dieser Trend seither weiter fortgesetzt hat.












