Tschechien: Tausende Pilger bei Seligsprechung hingerichteter Priester
Mehr als 13'000 Menschen haben in Tschechien an einer Messe zur Seligsprechung der beiden katholischen Priester Jan Bula und Vaclav Drbola teilgenommen.

Bei den Feierlichkeiten auf dem Messegelände in Brünn (Brno) seien offizielle Bilder der Toten sowie ein Goldgefäss mit den Reliquien gezeigt worden, teilte ein Sprecher des mährischen Bistums weiter mit. Bula und Drbola waren Anfang der 1950er Jahre in der damaligen Tschechoslowakei in stalinistischen Schauprozessen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.
«Es waren Hirten, die ihrem Volk dienen, das Evangelium predigen und den Menschen Freiheit ins Leben bringen wollten», sagte Michael Kardinal Czerny über Bula (1920-1952) und Drbola (1912-1951). «Doch genau dies war für das Regime inakzeptabel, das Gehorsam und innere Zustimmung einforderte.»
Eine Seligsprechung ist die offizielle Anerkennung durch den Papst, dass ein verstorbener Mensch vorbildlich aus dem Glauben gelebt hat. Sie ist eine Vorstufe der Heiligsprechung.
Während des Kommunismus von 1948 bis 1989 versuchte der Staat in der damaligen Tschechoslowakei, den Einfluss der Kirchen zurückzudrängen. Das heutige Tschechien mit seinen mehr als zehn Millionen Einwohnern ist überwiegend atheistisch geprägt. Bei der letzten Volkszählung von 2021 bekannten sich noch rund 741'000 Menschen zum katholischen Glauben.










