Unwetter

    «Trotzt mit Hintern dem Sturm»: Was Vieh bei Unwetter macht

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    Deutschland,

    Was machen Tiere auf der Weide, wenn es richtig kracht und blitzt? Sie sind oft «entspannt». Doch ein Problem beschäftigt die Bauern in diesem Unwetter-Sommer besonders.

    Drei Kühe stehen auf ihrer zum grossen Teil überfluteten Wiese im Berchtesgadener Land. «So dreht ein Weiderind gern trotz vorhandenen Unterstands sein Hinterteil gegen die Hauptwindrichtung und trotzt so Sturm, Regen oder eventuellem Hagel». Foto: Peter Kneffel/dpa
    Drei Kühe stehen auf ihrer zum grossen Teil überfluteten Wiese im Berchtesgadener Land. «So dreht ein Weiderind gern trotz vorhandenen Unterstands sein Hinterteil gegen die Hauptwindrichtung und trotzt so Sturm, Regen oder eventuellem Hagel». Foto: Peter Kneffel/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ständig Sturm, Regen, Hagel und Blitze - der diesjährige Sommer ist für Bauern eine besondere Herausforderung.

    Doch das Vieh trotzt den Widrigkeiten des Wetters oft gelassener als der Mensch.

    «Tiere haben verschiedene natürliche Strategien, mit Wetterereignissen umzugehen, so dreht ein Weiderind gern trotz vorhandenen Unterstands sein Hinterteil gegen die Hauptwindrichtung und trotzt so Sturm, Regen oder eventuellem Hagel», sagte Irene Pfeiffer, Tier-Expertin vom Bayerischen Bauernverband. «Auch mit Gewittern gehen Tiere in der Regel recht entspannt um.»

    Doch Bauern könnten auch Weidetiere wegen Blitzen verlieren - das komme aber relativ selten vor. Zahlen darüber gebe es nicht. Vor allem Stalltiere sind bei Blitzen in Gefahr, weil dann Brände drohen.

    Dauer-Unwetter bringt ein besonderes Problem mit sich: Das Futter. Heu zu gewinnen, sei schwieriger, auch die Strohqualität sei schlechter, sagte Pfeiffer. Auf durchnässten Wiesen und Äckern sei die Ernte oft nicht machbar. «Die Folgen von Unwettern können sich auf diese Weise in der Fütterung monatelang bemerkbar machen.» In diesem Jahr sei es besonders schlimm, weil es so oft heftig regne. «Unsicherheiten mit dem Wetter gibt es immer, aber dieses Jahr ist der Starkregen das grosse Problem, weil die Böden so durchnässt sind.»

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