Tot im Wohnmobil: Trauerfeier für Mehmet Turgut
In Rostock haben rund 150 Menschen des vor genau 16 Jahren ermordeten Mehmet Turgut gedacht. Er wurde tot in seinem Wohnmobil aufgefunden.

Das Wichtigste in Kürze
- In Rostock haben rund 150 Menschen des ermordeten Mehmet Turgut gedacht.
- Der Türke wurde Opfer von rechter Gewalt.
In Rostock haben rund 150 Menschen des vor genau 16 Jahren ermordeten Mehmet Turgut gedacht.
Der 25-jährige Türke war 2004 in einem Imbiss im Stadtteil Toitenwinkel vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erschossen worden.
Rechte Gewalt
Peter Ritter von den Linken verwies in einer Erklärung darauf, dass die rechte Terrorszene «offenbar ungebremst mobil» macht.
Dafür seien auch die mitverantwortlich, die rassistische und menschenverachtende Parolen salonfähig gemacht haben. «Kassel, Halle, Hanau – die Saat der rechten Hetzer und geistigen Brandstifter geht auf.»
Tot im Wohnmobil
Turgut hatte an dem Imbiss ausgeholfen, als er Opfer des NSU wurde. Das Trio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte fast 14 Jahre lang im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die Männer neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft und eine Polizistin.
Sie begingen ausserdem zwei Sprengstoffanschläge und mehr als ein Dutzend Raubüberfälle. 2011 flog das Trio auf. Die beiden Männer wurden tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden. Das Oberlandesgericht München verurteilte Zschäpe im Juli 2018 wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft.










