Die jüngste Sturmserie hat in Berlin ein umstrittenes Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Konkret geht es um die barocke Fassade des Museums.
Das Museums- und Veranstaltungsgebäude Humboldt Forum in Berlin. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Das Museums- und Veranstaltungsgebäude Humboldt Forum in Berlin. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die seit Baubeginn kritisierte barocke Fassade des Humboldt Forums in Berlin bröckelt.

Nach den jüngsten Stürmen mussten deswegen Teile des Schlüterhofes gesperrt werden. Nach Informationen der Stiftung Humboldt Forum vom Samstag sind Teile des Putzes aus einer Fensterrundung abgefallen. Das werde nun untersucht, um die Gründe zu finden.

Der Eingang zum Skulpturensaal, ein Portal in der historisierenden Fassade mit einem Deckenvorsprung darüber, ist mit rot-weissen Ketten weiträumig abgesperrt. Im Hof davor liegen noch bis zu fünf Zentimeter grosse Brocken verstreut auf dem Boden.

Die Fassade des rund 680 Millionen Euro teuren Prestige-Objekts ist an drei Seiten des Gebäudes eine Rekonstruktion des historischen Stadtschlosses. Dafür waren rund 100 Millionen Euro von einer privaten Initiative gesammelt worden. Dies war Voraussetzung für den Bau des bis heute heftig umstrittenen Humboldt Forums.

Das vom Bund grosszügig finanzierte Kultur- und Veranstaltungszentrum gestalten die Stiftung Preussischer Kulturbesitz mit zwei ihrer Museen, das Land Berlin, die Humboldt-Universität und die Stiftung Humboldt Forum. Gezeigt werden in dem 40.000 Quadratmeter umfassenden Gebäude Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.

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