Studierendenvertreter: Bafög-Erhöhung zu niedrig

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    Deutschland,

    Um rund fünf Prozent - also von 427 auf 449 Euro pro Monat - soll die staatliche Ausbildungshilfe steigen. Viel zu wenig, monieren die Betroffenen.

    Die neuen Bafög-Sätze begeistern nicht alle - sie gleichen nicht einmal die Inflation aus, kritisieren Studierendenvertreter.
    Die neuen Bafög-Sätze begeistern nicht alle - sie gleichen nicht einmal die Inflation aus, kritisieren Studierendenvertreter. - Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Studierendenvertreter haben eine deutlich stärkere Anhebung der Bafög-Sätze gefordert als geplant.

    «Dass die Erhöhung der Fördersätze nicht einmal die Inflation ausgleicht, zeigt wie wenig Studierende berücksichtigt werden», sagte Daryoush Danaii, Vorstandsmitglied im Dachverband der Studierendenvertretungen (fzs) der Deutschen Presse-Agentur.

    An diesem Donnerstag debattiert der Bundestag in erster Lesung über den Regierungsentwurf für eine Bafög-Reform. Die staatliche Ausbildungshilfe soll zum Wintersemester für Studierende um rund fünf Prozent von 427 auf 449 Euro im Monat angehoben werden, auch für Schüler und Azubis steigen die Sätze. Der Kreis der möglichen Empfänger wird ausserdem durch eine Anhebung der Elternfreibeträge erweitert.

    Studierendenvertreter hoffen bis zur Verabschiedung im Bundestag auf eine weitere Aufstockung. Das FDP-geführte Bildungsministerium müsse nachlegen. «Viele Studierende kommen aufgrund der steigenden Lebenserhaltungskosten erneut in eine schwierige Lage», sagte Danaii.

    FDP-Fraktionschef Christian Dürr bezeichnete die Bafög-Reform als wichtiges Signal für junge Menschen. Die Ampel rücke trotz vieler Herausforderungen gleich zu Beginn der Wahlperiode die Bildungspolitik wieder ins Zentrum, sagte er der dpa. Er verwies darauf, dass neben der Anhebung der Bafög-Sätze auch Wohnzuschläge angehoben, Zuverdienstregelungen gelockert, Elternfreibeträge erhöht und die Altersgrenze für den Bafög-Bezug angehoben würden.

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