Staatsballett Berlin setzt «Nussknacker» ab

    Maél Durand
    Maél Durand

    Deutschland,

    Das Staatsballett Berlin schmeisst den traditionellen «Nussknacker» von den russischen Choreografen Vasily Medvedev und Yuri Burlaka aus ihrem Repertoire.

    Staatsballett Berlin
    Eine Aufführung des Nussknackers in London. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Staatsballett Berlin verzichtet wegen Rassismusvorwürfen auf den «Nussknacker».
    • Anstatt des Nussknackers wird nun ab dem 3. Dezember «Don Quixote» vorgeführt.
    • Der orientalische und chinesische Tanz sind Grund für die Abschaffung.

    Viele Fans können es nicht fassen – der «Nussknacker» von den russischen Choreografen Vasily Medvedev und Yuri Burlaka wird abgesetzt. Das Staatsballett Berlin, unter der vorläufigen Führung von Christiane Theobald, will damit ein Zeichen setzen.

    Orientalischer und chinesischer Tanz

    Grund dafür ist der zweite Akt des Tschaikowsky-Klassikers. Im Original gibt es dort Blackfacing bei zwei Kindern, was 2015 bereits zu Beschwerden führte. «Völlig zu Recht», sagt Theobald gegenüber der «Bild». Dies wurde dann angepasst, sei aber ein erheblicher Eingriff ins Urheberrecht, so Theobald.

    Aktuell seien aber der chinesische und orientalische Tanz die Problemträger. Im chinesischen Tanz werden stereotypische Trippelschrittchen durchgeführt, im orientalischen Tanz wird körperschminke benützt. Anstatt des Nussknackers wird nun ab dem 3. Dezember «Don Quixote» vorgeführt.

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