Sohn von exil-iranischer Familie wegen Betrugs verurteilt
Das Bundesstrafgericht hat den Sohn eines exil-iranischen Ehepaars zu einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten verurteilt. Der heute 67-Jährige hat die Demenzerkrankung seines Vaters ausgenutzt und rund 80 Millionen Franken des Familienvermögens auf sich übertragen.

Die Strafkammer hat den britischen Staatsbürger des Betrugs, der Veruntreuung und der Urkundenfälschung für schuldig befunden. Das Gericht verzichtete auf eine nicht obligatorische Landesverweisung.
Der Vater des Mannes erkrankte 2005 an Demenz. Ab 2010 war er nicht mehr in der Lage, sich um sein persönlichen Belange zu kümmern. Ab 2011 bis 2019 übertrug der erstinstanzlich Verurteilte Vermögenswerte und Liegenschaften auf sich selbst. Seine Mutter reichte im März 2020 in eigenem Namen und im Namen des Vaters Strafanzeige ein. Im Jahr 2023 verstarb der Vater in Monaco.
Die Eltern des 67-Jährigen verliessen während der islamischen Revolution im Jahr 1979 den Iran und flüchteten ins Vereinigte Königreich. Dort wurde ein Teil ihrer Finanzwerte beschlagnahmt. Mit den übrig gebliebenen Mitteln gelang es der Familie jedoch wieder, ein grosses Vermögen zu erlangen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts weitergezogen werden. (Urteil SK.2025.44 vom 20.7.2026)










