Seraina Kobler liest sich beim Bachmannpreis ins Tessin

    Keystone-SDA
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    Österreich,

    Am Freitagmittag ist die Schweizer Autorin Seraina Kobler in Klagenfurt am Wettlesen um den Bachmannpreis angetreten. Ihr Text «Rifugio» kam bei der Jury unterschiedlich an.

    Die Autorin Seraina Kobler bei der Eröffnung der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Am Freitag ist sie beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis angetreten. Sie ist die einz...
    Die Autorin Seraina Kobler bei der Eröffnung der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Am Freitag ist sie beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis angetreten. Sie ist die einz... - Keystone/APA/APA/WOLFGANG JANNACH

    Die dieses Jahr einzige Teilnehmerin aus der Schweiz, Seraina Kobler, las aus ihrem Text, der eine Erinnerungsreise in das Onsernonetal beschreibt. Die in Zürich lebende Autorin trat damit mit einem Text an, der nicht einer geradlinigen Handlung folgt, sondern von Landschaftsschilderungen und Erinnerungsfragmenten lebt, und dabei das Thema Mutterschaft aufnimmt.

    Nach ihrer Lesung diskutierte die siebenköpfige Jury in einer offenen Runde, wie dies üblich ist beim Wettlesen an den Tagen der deutschsprachigen Literatur. Gelobt wurden einerseits Koblers Wortschöpfungen und Naturbeschreibungen, andererseits befand der Schweizer Juror Thomas Strässle die Referenz auf Max Frisch schön, dem das Onsernonetal als wichtiger Rückzugsort diente.

    Strässle kritisierte aber, der Beitrag sei ihm etwas «zu harmlos». Er suggeriere ausserdem Bedeutung, die der Text dann nicht auflöse. Das fand auch der Juryvorsitzende Klaus Klastberger. Der Text wolle eine Art von Bedeutsamkeit herstellen, die er einfach nicht herstellen könne, sagte dieser. «Das ist mir zu erhaben.»

    Seraina Kobler, die als Journalistin tätig war und sich als Krimiautorin einen Namen gemacht hat, war vom Schweizer Juror Philipp Tingler eingeladen worden. Dieser lobte, der Text unternehme die «Bewegung des Erinnerns» auf eine Art, die er für sehr bemerkenswert halte. Alles in allem zeigte die Jurydiskussion, dass der Text unterschiedlich gelesen wurde.

    Das Wettlesen findet noch bis und mit Samstag statt. Am Sonntag wird bekanntgegeben, wer mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wird. Neben Kobler sind 13 weitere Schreibende aus Deutschland und Österreich sowie eine aus Ungarn im Rennen um die mit 30'000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Preisgeld beträgt heuer mehr als die üblichen 25'000 Euro, da die Tage der deutschsprachigen Literatur ihr 50. Jubiläum haben.

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    Kommentare

    User #2791 (nicht angemeldet)

    Ist das ihr Künstler Name ? Noch nie was von ihr gehört oder gelesen.

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