Selenskyj: Risiken eines Angriffs sind nicht grösser geworden

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Ukraine,

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zurückhaltend zu der Gefahr eines Einmarsches Russlands in sein Land geäussert.

Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj ist besorgt wegen der Krise um den russischen Truppenaufmarsch. Foto: Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa
Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj ist besorgt wegen der Krise um den russischen Truppenaufmarsch. Foto: Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa - sda - Keystone/Pool Reuters/AP/Johanna Geron

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ukrainer sollten von Hamsterkäufen und eiligem Abheben von Bargeld absehen, riet der Staatschef.

«Die Risiken bestehen nicht erst seit einem Tag, und sie sind nicht grösser geworden», sagte er am Mittwochabend in einer Ansprache. «Grösser ist nur der Rummel um sie geworden.» Habe es denn nicht schon 2014 einen Einmarsch gegeben, fragte Selenskyj und spielte damit auf die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland an. An seine Landsleute gerichtet sagte er: «Jetzt wird aktiv nicht unser Land, sondern werden Ihre Nerven angegriffen, damit bei Ihnen ein ständiges Alarmgefühl herrscht.»

Ziel sei es vielmehr, die Wirtschaft der Ukraine zu schwächen, damit das ukrainische «Nein» in bestimmten Fragen schwächer werde, behauptete Selenskyj in der Videobotschaft und appellierte: «An die Medien: seid Mittel der Masseninformation und nicht der Massenhysterie.»

Die USA und die Nato werfen Russland seit Monaten vor, einen Überfall auf die Ukraine zu planen. Russland weist dies täglich zurück. Russland will mit dem Aufmarsch nahe der Ukraine vor allem eine Drohkulisse aufbauen, weil es sich nach eigenen Angaben zunehmend bedroht sieht von einer Ausdehnung der Nato. Moskau fordert vom Westen verbindliche Sicherheitsgarantien.

Selenskyj traf sich kurz zuvor mit US-Aussenminister Antony Blinken, der am Donnerstag zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Berlin erwartet wird. An diesem Freitag will Blinken auch den russischen Aussenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen in Genf treffen.

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