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    Scholz bekräftigt Skepsis gegenüber EU-Gaspreisdeckel

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    Deutschland,

    Die EU will einen Gaspreisdeckel vereinbaren. Doch Deutschland stellt sich dagegen. Bundeskanzler Scholz hat diese Position nun erneut bekräftigt. Er hoffe trotzdem auf eine gute Verständigung.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut im Zusammenhang mit dem EU-Gaspreisdeckel geäussert.
    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut im Zusammenhang mit dem EU-Gaspreisdeckel geäussert. - Kay Nietfeld/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundeskanzler Olaf Scholz hat die skeptische Haltung Deutschlands zu einem europäischen Gaspreisdeckel bekräftigt.

    Der SPD-Politiker sagte am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag: «Einfache Sofortlösungen gibt es nicht. Zum Beispiel können wir nicht so in Preise eingreifen, dass dann zu wenig Gas nach Europa geliefert wird.» Diese Einsicht sei auch wichtig für die Verständigung, an der der Energierat der EU am Dienstag weitergearbeitet habe. Scholz sagte aber, er sei sicher, dass es eine gute und pragmatische Verständigung gebe.

    Die EU-Staaten hatten sich unter anderem wegen Vorbehalten Deutschlands erneut nicht auf einen europäischen Gaspreisdeckel einigen können. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte, man habe bei dem Sondertreffen der Energieminister auch Fortschritte erzielt bei technischen Fragen und bei der Struktur des Mechanismus. Offen sei etwa noch, wie hoch der Preis sein solle. Diese Frage solle beim nächsten Energieministertreffen am Montag geklärt werden.

    Die EU-Kommission hatte unter dem Druck einer Vielzahl von Staaten vorgeschlagen, unter bestimmten Umständen den Preis für Gas, das am Grosshandelsplatz TTF verkauft wird, bei 275 Euro pro Megawattstunde zu deckeln.

    Scholz verwies ausserdem auf grosse Fortschritte bei der Energiesicherheit. Nichts beweise das so deutlich wie die Eröffnung des ersten schwimmenden Terminals für Flüssiggas am Samstag in Wilhelmshaven. Die nächsten Terminals folgten in Kürze. Scholz dankte allen Arbeiter und Arbeiterinnen, allen Ingenieure und Ingenieurinnen, die im Rekordtempo «diese grossartige Leistung» vollbracht hätten. «Auch ihnen verdanken wir, dass wir in diesem Jahr gut durch den Winter kommen.»

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