Schoko-Gigant Mondelez: Millionenstrafe wegen Wettbewerbsverzerrung

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Mondelez muss 337,5 Millionen Euro Strafe zahlen. Die EU-Kommission wirft dem Schokoladenhersteller vor, den Wettbewerb verzerrt zu haben.

    Margrethe Vestager
    Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb, gibt eine Pressekonferenz zum Kartellverfahren gegen Mondelez in Brüssel, Belgien, 23. Mai 2024. EPA/OLIVIER HOSLET - Keystone

    Der Schoko-Gigant Mondelez hat laut Ermittlungen der EU-Kommission den Wettbewerb über Jahre verzerrt und seine Produkte künstlich teurer gemacht. Deswegen verhängte die Behörde am Donnerstag eine Strafe in Höhe von 337,5 Millionen Euro, wie die Wettbewerbshüter mitteilten.

    Unter anderem habe Mondelez grenzüberschreitenden Handel zwischen Ländern mit unterschiedlichen Preisen verhindern wollen. «Durch diese illegalen Praktiken konnte Mondelez weiterhin höhere Preise für seine eigenen Produkte verlangen, was letztlich zum Nachteil der Verbraucher in der EU war», so die EU-Kommission.

    Verfahren gegen Mondelez

    Mondelez stellt eine Reihe bekannter Produkte her, darunter Milka-Schokolade, Toblerone, Daim, Oreo, Mikado, Philadelphia und Tuc. Im Januar 2021 hatte die EU-Kommission ein offizielles Verfahren eröffnet. Die Behörde teilte nun mit, Mondelez sei an 22 wettbewerbswidrigen Vereinbarungen oder abgestimmten Verhaltensweisen beteiligt gewesen.

    Eine Vereinbarung habe angeordnet, dass Kunden von Mondelez für Ausfuhren höhere Preise hätten verlangen müssen als für Inlandsverkäufe. «Diese Vereinbarungen und abgestimmten Verhaltensweisen fanden zwischen 2012 und 2019 statt und betrafen alle EU-Märkte», so die Kommission.

    Verhinderung von Weiterverkauf

    Zudem habe sich Mondelez geweigert, einen Makler in Deutschland zu beliefern. Damit habe das US-Unternehmen den Weiterverkauf von Schokoladentafelprodukten in Österreich, Belgien, Bulgarien und Rumänien verhindern wollen, da die Preise in Deutschland günstiger gewesen seien.

    Eigentlich sollte die Strafe noch höher ausfallen. Weil Mondelez mit der EU-Kommission zusammengearbeitet und seine Verantwortung ausdrücklich anerkannt habe, sei dem Unternehmen 15 Prozent der Geldbusse erlassen worden, so die Wettbewerbshüter.

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    Kommentare

    User #2265 (nicht angemeldet)

    die EU ist sooo kriminell!!! Eine saftige Busse einkassieren... wohin geht dieses Geld wohl???

    User #906 (nicht angemeldet)

    Der Staat kassiert die Bussgelder und die Kunden bleiben auf überteuerter Schoggi sitzen. zum K….

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