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Schauspieler Mario Adorf ist tot

Keystone-SDA
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Frankreich,

Der Schauspieler Mario Adorf ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung in Paris, wie sein Management und die Filmagentur Reinholz der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Er sei nach kurzer Krankheit eingeschlafen, hiess es in einer Mitteilung.

ARCHIV - Der Schauspieler Mario Adorf, aufgenommen anlässlich der Vorstellung seines Buchs «Schauen Sie mal böse - Geschichten aus meinem Schauspielerleben» im «Hotel Villa Kennedy...
ARCHIV - Der Schauspieler Mario Adorf, aufgenommen anlässlich der Vorstellung seines Buchs «Schauen Sie mal böse - Geschichten aus meinem Schauspielerleben» im «Hotel Villa Kennedy... - Keystone/dpa/Andreas Arnold

Seinem langjährigen Manager Michael Stark habe Adorf mit auf den Weg gegeben, dass er sich bei seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue bedanke. Adorf gehörte zu den grossen deutschen Film- und Fernsehstars der Nachkriegsgeschichte – zu sehen etwa in «Der Tod trägt schwarzes Leder» (1974), «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» (1975), «Die Blechtrommel» (1979) «Lola» (1981) und «Der Schattenmann» (1996).

Unzählige Rollen spielte er in seiner langen Karriere. Eine Schauspielkarriere zeichnete sich in seiner Jugend im Eifelstädtchen Mayen in Rheinland-Pfalz allerdings erst mal nicht ab. Während andere am Schultheater spielten, gab Adorf den Klassenclown. Nach dem Abitur zog es Adorf dann doch zur Schauspielerei. Er studierte an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach ging er ans Theater und zum Film.

Es war der Start einer grossen Karriere mit einer enormen Bandbreite an Rollen und vielen Auszeichnungen. Regisseure wie Billy Wilder, Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff, Helmut Dietl oder Dieter Wedel wollten den Darsteller, der Bösewichte ebenso eindrücklich spielen konnte wie Patriarchen, eitle Gecken oder Feingeister.

Im September hatte Adorf seinen 95. Geburtstag gefeiert. Immer mit dabei: seine Frau Monique Faye, mit der er viel Zeit in ihrer Heimat in Südfrankreich verbrachte. Wunderschöne Erinnerungen hatte der Schauspieler zudem an Italien, die Heimat seines Vaters. Adorf lebte dort viele Jahre und drehte Filme. «Dass ich dieses Dolce Vita mitmachen konnte, das habe ich sehr genossen», sagte er mal.

Kommentare

User #1228 (nicht angemeldet)

Wir müssen alle einmal gehen. R.I.P. M. Adorf.

User #2468 (nicht angemeldet)

Jetzt haben die Engel gute Unterhaltung. R.I.P und viel Kraft den Hinterbliebenen.

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