Russland stellt weitere Bedingungen für Waffenruhe im Schwarzen Meer

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

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    Russland fordert die Lockerung von Sanktionen, um über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer zu sprechen. Washington zeigt sich weiter optimistisch.

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    Experten zweifeln daran, dass Russland die Waffen tatsächlich schwiegen lassen will. (Symbolbild) - Keystone

    Die Gespräche über eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine haben zu ersten Ergebnissen geführt, wie das ZDF berichtet. Russland und die Ukraine haben laut dem Weissen Haus zugesagt, auf Angriffe im Schwarzen Meer zu verzichten.

    Beide Seiten erklärten sich bereit, die sichere Schifffahrt zu gewährleisten. Zudem wollen sie die Anwendung von Gewalt unterbinden und Handelsschiffe nicht für militärische Zwecke einsetzen.

    Die Verhandlungen starteten am Montag in Saudi-Arabien statt und dauerten über zwölf Stunden.

    Russland fordert Verzicht auf Sanktionen

    Moskau knüpft die Waffenruhe laut «Tagesschau» jedoch an weitere Bedingungen. Der Kreml fordert unter anderem die Wiederherstellung des Zugangs zum Weltmarkt für Agrar- und Düngemittelexporte.

    Russland Verhandlungen Politiker
    Russland entsandte eine Delegation hochrangiger Diplomaten zu den Verhandlungen in Saudi-Arabien. - Keystone

    Russland verlangt zudem die Aufhebung von Sanktionen, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter Berufung auf russische Medien berichtet.

    Die russische Seite betont weiter, dass noch Gesprächsbedarf bestehe. Grigori Karasin, der russische Unterhändler, bezeichnete den Dialog als intensiv und nützlich.

    Washington zuversichtlich

    Die USA zeigen sich mit den bisherigen Verhandlungen zufrieden. Washington erwartet laut ZDF von beiden Seiten, dass die Waffen bald schweigen.

    Die Ukraine bekräftigte derweil ihre Bereitschaft zu einer 30-tägigen Waffenruhe. Kiew wolle vor allem die technischen Details einer auf Energieanlagen begrenzten Waffenruhe klären.

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    Auch in der Hafenstadt Odessa herrscht Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine. - Keystone

    Präsident Wolodymyr Selenskyj lege Wert darauf, zivile Infrastruktur in die Vereinbarung einzuschliessen. Moskau betonte, dass bereits eine Feuerpause für Luftschläge gegen Energieanlagen in Kraft sei.

    Spiel auf Zeit?

    Experten gehen davon aus, dass Russland angesichts seiner Erfolge an der Front aktuell auf Zeit spielt. Der Kreml wolle so den Druck auf die Ukraine erhöhen, um grössere Zugeständnisse zu erzwingen, so das ZDF.

    Glaubst du, dass Russland aktuell an einer Waffenruhe interessiert ist?

    Moskau gibt sich in den Gesprächen mit den Amerikanern verhandlungsbereit. Gleichzeitig wirft der Kreml vor allem der EU vor, an einer Fortsetzung des Krieges interessiert zu sein.

    Gleichzeitig besteht Russlands Präsident Putin weiterhin darauf, dass die Ukraine auf einen NATO-Beitritt verzichtet. Zudem fordert er die Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete, was etwa ein Fünftel des Landes ausmachen dürfte.

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    Kommentare

    User #2605 (nicht angemeldet)

    Nur eine Aufhebung, wenn Russland zu den Grenzen von 2013 zurück kehrt. Putin zieht die schwachen Politiker aus dem Westen über den Tisch und die merken es noch nicht!

    User #1007 (nicht angemeldet)

    Die EU hat vom großen Kuchen nichts abgekriegt. Deswegen gibt es kein Frieden. Offensichtlich.

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