Russland meldet sicheres Geleit für Zivilisten aus Stahlwerk Azovstal

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Schon mehrere Dutzend Zivilisten konnten aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal in Mariupol evakuiert werden, so die russischen Behörden.

    Mariupol
    Rauchwolken über dem Asow-Stahlwerk in Mariupol. - Mariupol City Council/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Asow-Stahlwerk in Mariupol wird seit langem von russischen Truppen belagert
    • Inzwischen wurden laut russischen Angaben 126 Menschen in Sicherheit gebracht.

    Aus dem belagerten Asow-Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach russischen Militärangaben seit Samstag 126 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Mehr als die Hälfte von ihnen entschied sich demnach für ukrainisch kontrolliertes Gebiet.

    «Die 69 Zivilisten, die sich entschieden haben, in das vom Kiewer Regime kontrollierte Gebiet zu flüchten, wurden Vertretern der UN und des Roten Kreuzes übergeben und fahren derzeit in einer Fahrzeugkolonne Richtung Saporischja», teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag mit. Das Militär garantiere die Sicherheit des humanitären Korridors, hiess es weiter.

    Die Zahlen bezogen sich auf Samstag und Sonntag. Auch am Montag sollten weitere Menschen aus der Industriezone herausgebracht werden. Die ukrainische Nationalgarde sprach davon, dass noch 200 Zivilisten in dem Stahlwerk seien, darunter 20 Kinder.

    500 verletzte Soldaten in Stahlwerk

    Zudem hielten sich dort noch rund 500 verletzte ukrainische Verteidiger des zerstörten Mariupol auf, die dringend medizinische Hilfe bräuchten. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte ihnen eine Behandlung zugesichert, sollten sie die Waffen niederlegen und sich ergeben.

    Darüber hinaus meldete das Verteidigungsministerium zahlreiche neue Luft- und Raketenangriffe gegen die Ukraine. Dabei hätten die taktische Luftwaffe und Heeresflieger 27 Ziele beschossen, mit flugzeugbasierten «Hochpräzisionsraketen» seien weitere 38 Militärobjekte getroffen worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. «Bei einem Luftkampf im Raum Slowjansk wurde ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ MiG-29 abgeschossen.»

    Ukraine-Krieg Azovstal
    Ukraine-Krieg: Blick auf das Azovstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol. - dpa

    Wie in den vergangenen Tagen auch richteten sich die meisten russischen Angriffe demnach gegen Truppenansammlungen, Militärkonvois und Artilleriestellungen sowie frontnahen Munitionsdepots. Konaschenkow bezifferte die ukrainischen «Verluste» durch die Luftangriffe auf 160 Soldaten, durch die Artillerie auf 280 Soldaten.

    Die russische Luftabwehr meldete ausserdem den Abschuss von zehn ukrainischen Drohnen. Von unabhängiger Seite liessen sich diese Angaben nicht überprüfen.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Ukraine Krieg Mariupol
    112 Interaktionen
    «Angst vor Einsturz»
    ukraine krieg
    Nacht im Überblick

    MEHR IN NEWS

    gast
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    stromausfall
    7 Interaktionen
    In Brugg AG
    a
    35 Interaktionen
    Vater warnt
    leu
    545 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR AUS RUSSLAND

    fsb
    1 Interaktionen
    Moskau
    Moskau
    26 Interaktionen
    Moskau
    Oleschky
    14 Interaktionen
    Anapa
    Putin
    367 Interaktionen
    «Wir sind bereit»