Russische Ölanlagen erneut im Fokus ukrainischer Angriffe
Die Ukraine hat in der Nacht erneut mit Drohnen Ölanlagen tief im Hinterland Russlands attackiert.

In Nowokyjbyschew sei bei einem Angriff auf ein Industrieobjekt ein Mensch ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine zum Ölkonzern Rosneft gehörende Chemiefabrik.
Nach Angaben Fedorischtschews fielen Drohnentrümmer zudem auf ein Wohnhaus in Samara. Ein Passant sei durch die herabfallenden Teile verletzt worden, schrieb er.
In der ebenfalls an der Wolga gelegenen Nachbarregion Nischni Nowgorod wurde nach Angaben des Internetportals «Astra» nahe der Stadt Kstowo eine Ölpumpstation getroffen und in Brand gesetzt. Diese gehöre zu den grössten Knotenpunkten des russischen Pipelinebetreibers Transneft in der Region, schrieb «Astra». Über mögliche Opfer ist nichts bekannt. Die russischen Behörden haben den Vorfall bislang nicht bestätigt.
Seit mehr als vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Regelmässig beschiessen inzwischen beide Seiten auch das Hinterland des Gegners. Kiew zielt dabei neben militärischen Anlagen speziell auf Objekte der Treibstoffindustrie. Die Zahl der Opfer und die verursachten Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Ausmass der von Russland angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.










