Jahrzehntelang währte der Protest im Wendland gegen das geplante Endlanger in Gorleben. Jetzt soll der Salzstock innerhalb von zehn Jahren in seinen ursprünglichen Zustand rückgebaut werden.
Der Rückbau kann beginnen.
Der Rückbau kann beginnen. - Philipp Schulze/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Rückbau des lange heftig umkämpften Salzstockes Gorleben in Niedersachsen kann beginnen.

Das Bundesumweltministerium erteilte der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den Auftrag zur Schliessung und Verfüllung der Schachtanlage, wie das Ministerium mitteilte.

In den 1970er Jahren hatte die Politik die Entscheidung getroffen, im Salzstock Gorleben im Wendland ein Endlager einzurichten, was jahrzehntelange Proteste zur Folge hatte. Nach langem Ärger war die Endlager-Suche komplett neu gestartet worden. Eine Bürgerinitiative wertete den erteilten Auftrag zur Schliessung und Verfüllung als einen gewichtigen Meilenstein in der Gorleben-Geschichte.

Im Herbst 2020 hatte die BGE mitgeteilt, dass grosse Teile Deutschlands für ein Atomendlager nach geologischen Kriterien grundsätzlich geeignet sind - Gorleben aber ist nicht darunter. Als Grund wurden geologische Mängel genannt. Politiker hatten jedoch auch kritisiert, dass der Salzstock Gorleben aus dem Verfahren herausgenommen wurde. Im vergangenen September wurde dann entschieden, dass der Salzstock endgültig geschlossen werden soll.

Wie Umwelt-Staatssekretär Stefan Tidow (Grüne) am Dienstag sagte, kann mit dem Beschluss nun der Rückbau des Bergwerkes beginnen. Im vergangenen Jahr hiess es von der BGE, dass der Salzstock innerhalb von zehn Jahren in seinen ursprünglichen Zustand rückgebaut werden soll.

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