Rettungsschiff Aquarius in Marseille eingetroffen

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    Frankreich,

    Das Flüchtlings-Rettungsschiff «Aquarius» ist im französischen Marseille eingetroffen und sucht nun nach einem neuen Flaggenstaat, unter dem sie fahren dürfen.

    Das Rettungsschiff Aquarius in Malta.
    Das Rettungsschiff Aquarius in Malta. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Rettungsschiff «Aquarius» sucht in Marseille nach einem neuen Flaggenstaat.
    • Der bisherige Staat Panama hat angekündigt, das Schiff aus seinem Register zu streichen.

    Das Migranten-Rettungsschiff «Aquarius» ist im südfranzösischen Marseille eingetroffen und sucht weiter nach einem neuen Flaggenstaat. «Wir rufen die europäischen Regierungen auf, es uns zu ermöglichen, unsere lebensrettende Arbeit fortzusetzen, indem sie der Aquarius eine Flagge geben», teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée am Donnerstag auf Twitter mit. Sie betreibt das Schiff zusammen mit Ärzte ohne Grenzen. «Wir sind entschlossen, so schnell wie möglich zurück in den internationalen Gewässern des zentralen Mittelmeers zu sein.»

    Der bisherige Flaggenstaat Panama hatte angekündigt, das Schiff aus seinem Schifffahrtsregister zu streichen und ihm somit die Flagge zu entziehen. Die Betreiber hatten befürchtet, dass dies nach dem Anlegen in Marseille umgesetzt wird. Damit wäre das Schiff, das seit der Registrierung in Panama offiziell «Aquarius 2» heisst, vorübergehend stillgelegt.

    Unter politischem Druck

    Private Flüchtlingsretter im Mittelmeer stehen unter politischem Druck: Die neue Regierung in Italien fährt einen harten Kurs in der Migrationspolitik und lässt sie nicht mehr in seine Häfen. Am Sonntag hatte die «Aquarius» 58 aus Seenot gerettete Migranten an ein Schiff der Küstenwache von Malta übergeben. Vier weitere EU-Länder hatten sich bereiterklärt, die Menschen aufzunehmen - darunter Deutschland. Diese Lösung war ausgehandelt worden, nachdem sich Malta und Italien geweigert hatten, das Schiff anlegen zu lassen.

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