Prinz Harry

    Prozess verloren: Millionenrechnung für Prinz Harry und Co.

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der britische Prinz Harry (41), Popstar Elton John (79) und weitere Mitstreiter müssen für den verlorenen Zivilprozess gegen den Verlag der Boulevardzeitung «Daily Mail» eine millionenschwere Rechnung begleichen.

    Prinz Harry
    Prinz Harry im August 2026. - keystone

    Wie das zuständige Gericht in London entschied, belaufen sich die zu erstattenden Kosten der Gegenseite vorläufig auf 9,5 Millionen Pfund (rund 10,3 Millionen Franken). Die endgültige Rechnung könnte nach Einschätzung von Experten jedoch noch deutlich höher ausfallen.

    Für Harry, der mit seiner Frau Herzogin Meghan und den beiden Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) kurz vor dem Umzug nach Grossbritannien steht, ist das kein guter Auftakt für das Leben in der alten Heimat.

    Sieben Prominente hatten in dem Prozess gegen Associated Newspapers Limited (ANL) wegen angeblich illegaler Recherchemethoden geklagt – und verloren. Der Verlag hatte die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurückgewiesen. Der Richter gab den Beklagten recht: Die Vorwürfe seien nicht ausreichend belegt worden, entschied er, nachdem Harry, Elton John und andere ausgesagt hatten.

    Emotionale Aussagen – doch zu wenig Beweise

    Konkret ging es etwa um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente. Harry war im Januar zum Kreuzverhör nach London gekommen. Dabei wurde es teils auch emotional: Zum Schluss der Aussage brach dem Prinzen die Stimme, als er über die Presse sagte: «Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren.»

    Prinz Harry führt seit Jahren einen regelrechten Kreuzzug gegen die «Tabloid Press», wie die britische Boulevardpresse genannt wird. Bei Zivilklagen gegen den Verlag des «Daily Mirror» und der «Sun» hatte er mehr Erfolg.

    Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) löste sich 2020 aus dem inneren Kreis der Royals und zog mit seiner Frau Meghan (45) in die USA. Doch dies ist nun Geschichte: Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit der Königsfamilie kehren Harry und Meghan nach Grossbritannien zurück, wie am Mittwochabend bekannt wurde. Die Nachricht schlug in britischen Medien wie eine Bombe ein.

    Noch in diesem Monat sollen die beiden mit ihren zwei Kindern zurückkehren und schliesslich ausserhalb von London leben. Die für wenig Zurückhaltung bekannte britische Presse dürfte den Umzug in bekannter Manier auf Schritt und Tritt verfolgen, was zum Anlass für neuen Ärger mit dem Herzog und der Herzogin von Sussex werden könnte.

    Kommentare

    User #6134 (nicht angemeldet)

    Was macht es schon für Harry und sein wohlhabendes Team aus, ein paar Millionen an Gerichtskosten zu zahlen? Nichts! Harry und Meghan bauen ein Haus in Portugal, haben ein Grundstück sowie ein Haus in England erworben und werden gerichtliche Entschädigungszahlungen leisten. Das zeigt, dass sie über Geld verfügen – während sich die Medien und Royalisten den Kopf darüber zerbrechen, wie sie das alles finanzieren.

    User #1413 (nicht angemeldet)

    Überraschungseier bedeuten nicht immer Spannung, Spiel und Schokolade. Für das Trio Harry, Elton John und Liz Hurley wird das verlorene Klageabenteuer gegen ANL zum exklusiven Privatvergnügen. Der Spass wird ab jetzt durch puren Frust ersetzt. Die Prozessversicherung hat sich angesichts einer „in hohem Maße unvernünftigen“ Beweisführung mit einem höflichen „Bye-Bye“ verabschiedet. Da Co-Kläger wie Baroness Lawrence, Sadie Frost oder der pensionierte Politiker Simon Hughes vermutlich nicht über die nötigen Millionen verfügen, darf das Trio die Zeche nun alleine zahlen. Nach der heftigen richterlichen Rüge an die Kläger und ihr Anwaltsteam gehen Experten fest davon aus, dass der Verlag beim Kostenfestsetzungsverfahren 2027 die vollen 34,5 Millionen Pfund wie auf dem Silbertablett serviert bekommt. Teurer kann man eine öffentlich ausgetragene Schlammschlacht, die nur auf bloßen Wahrnehmungen und Behauptungen basiert, kaum mehr führen. Und die nächste Klage, für Harry kommt sie bestimmt.

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