Mehr als vier Jahre nach dem Säureanschlag auf den Finanzvorstand der RWE-Tochter Innogy beginnt am 24. Juni ein Prozess vor dem Landgericht Wuppertal.
Skulptur von Justitia
Skulptur von Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Belgier muss sich wegen Attacke auf Bernhard Günther in Haan verantworten.

Verantworten muss sich ein 41-jähriger Belgier, der den Angriff auf Bernhard Günther am 4. März 2018 in Haan gemeinsam mit einem weiteren Täter begangen haben soll, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf absichtlich herbeigeführte gemeinschaftliche schwere Körperverletzung.

Der Angeklagte und sein Komplize sollen den damals 51-Jährigen Manager hinterrücks angegriffen, zu Boden gebracht und dort festgehalten haben. Der Belgier habe Günther dann hochkonzentrierte Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet. Dadurch erlitt dieser tiefe Verätzungen am Kopf und am Hals sowie an Armen und Beinen. Wegen seiner Verletzungen sei er bereits mehrere Male operiert worden und werde sich auch künftig weiteren Operationen unterziehen müssen. Durch seine Kopfverletzungen ist das Opfer dauerhaft entstellt.

Der Angeklagte wurde laut Staatsanwaltschaft am 14. Dezember vergangenen Jahres in der belgischen Provinz Limburg widerstandslos festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert. Umfangreiche Ermittlungen hätten zuvor ergeben, dass seine DNA mit am Tatort gefunden Spuren übereinstimme. Bislang schwieg er zu den Vorwürfen. Ein Tatverdacht gegen weitere Beschuldigte konnte nicht erhärtet werden, weswegen die Ermittlungen gegen sie eingestellt wurden. Für das Verfahren sind zunächst sieben weitere Termine bis Ende August angesetzt.

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