Prozess um gefälschte Abnehmspritzen in Österreich

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    Zwei Geschäftsleute sind in Österreich wegen gefälschter Abnehmspritzen vor Gericht.

    Die Spritzen enthielten Insulin statt des Original-Wirkstoffes Semaglutid. Drei Menschen bekamen gesundheitliche Probleme. (Symbolbild)
    Die Spritzen enthielten Insulin statt des Original-Wirkstoffes Semaglutid. Drei Menschen bekamen gesundheitliche Probleme. (Symbolbild) - Rolf Vennenbernd/dpa

    In einem Prozess um gefälschte Abnehmspritzen stehen in Österreich zwei Geschäftsleute vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, 225 Pens zur Injektion an einen Schönheitschirurgen in Salzburg verkauft zu haben. Nach mehrfachen Verschiebungen des Prozesstermins im Landgericht Steyr bei Linz wird ein Urteil noch am Montag erwartet.

    Die 46 und 57 Jahre alten Männer haben aus Sicht der Staatsanwaltschaft gegen das Arzneimittelgesetz verstossen. Es wird ihnen auch grob fahrlässige Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen. Die Spritzen zur Selbstinjektion enthielten Insulin statt des Original-Wirkstoffs Semaglutid.

    Unter anderem musste eine Frau aus Salzburg mit schweren Nebenwirkungen in einem Spital behandelt werden, nachdem sie eine mutmassliche Fälschung des Produktes Ozempic verwendet hatte.

    Falsche Medikamente über Mittelsfrau bezogen

    Die Angeklagten sollen die Medikamente über eine Frau bezogen haben, die in Nordrhein-Westfalen lebt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur sagte.

    Die Männer sollen die Präparate laut der Anklagebehörde im September des Vorjahres zu einem Stückpreis von 205 Euro an den Salzburger Arzt vertrieben haben. Die Anklage gegen den Mediziner werde gerade vorbereitet, sagte der Sprecher.

    Das Arzneimittel Ozempic ist zur Behandlung von Diabetes zugelassen, aber auch als Diätmittel sehr begehrt. Nach Angaben des österreichischen Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) nutzen Kriminelle die hohe Nachfrage, um mit Fälschungen Geld zu machen.

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