Prozess in Deutschland um tödliche Auto-Attacke auf Kind begonnen
Ein Zwölfjähriger wird auf einem Supermarkt-Parkplatz in Deutschland angefahren und stirbt. Jetzt wirft die Staatsanwaltschaft einem 18-Jährigen vor, einen Mord aus Rache begangen zu haben.

Der 18-Jährige habe den sechs Jahre jüngeren Jungen nach einem Streit und nach Beleidigungen mit seinem Auto verfolgt und angefahren, weil er sich zutiefst gekränkt gefühlt habe, hiess es zur Anklageverlesung vor dem Landgericht Heilbronn (Baden-Württemberg). Die Mutter des getöteten Kindes verfolgte den Prozessauftakt im Gerichtssaal unter Tränen.
Der Fall geschah am 11. September vergangenen Jahres in Niedernhall nordöstlich von Heilbronn. Im Streit habe das Kind unter anderem damit gedroht, das Auto des 18-Jährigen zu zerkratzen, sagte die Staatsanwältin vor der Jugendkammer des Gerichts. Der 18-Jährige sei «von Rache getrieben» gewesen und habe beschlossen, den Zwölfjährigen «als Mittel zur Machtdemonstration massiv abzustrafen».
Der angeklagte junge Mann soll den Jungen verfolgt und überfahren haben. Das Kind war mit dem Fahrrad unterwegs und starb noch vor Ort. Sein ein Jahr älterer Freund und Begleiter konnte sich vor dem Auto in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit äusserte sich der Angeklagte später zu seinem Lebenslauf. Über seinen Anwalt will er zudem eine Stellungnahme abgeben. Unklar war zunächst, ob auch für diesen Teil der Verhandlung die Türen geschlossen bleiben.










