ProSiebenSat.1-Aktien: Ermittlungen wegen Kursmanipulation

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    Deutschland,

    Der Gründer des Analysehauses Viceroy steht unter dem Verdacht der Kursmanipulation von ProSiebenSat.1-Aktien.

    Das Firmengebäude von ProSiebenSat.1 in der in Küsnacht ZH.
    Das Firmengebäude von ProSiebenSat.1 in der in Küsnacht ZH. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dem Analysehaus «Viceroy» soll die Aktien der Pro7-Gruppe manipuliert haben.
    • Die deutsche Finanzaufsicht hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingelegt.

    Der Gründer des Analysehauses Viceroy steht unter dem Verdacht der Kursmanipulation von ProSiebenSat.1-Aktien. Die Staatsanwaltschaft München vermutet Kursmanipulation der Aktien von ProSiebenSat.1 und ermittle gegen insgesamt 15 Einzelpersonen und Gruppen in verschiedenen Ländern, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag. Darunter der Gründer des Analysehauses Viceroy, Fraser Perring.

    Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im März berichtet, dass die Finanzmarktaufsicht BaFin und die Münchner Strafverfolger dem Verdacht der Manipulation zum Schaden des Fernsehkonzerns und seiner Anleger nachgehen. Hintergrund ist ein Kurssturz der ProSiebenSat.1-Aktie, nachdem Viceroy Research dem Unternehmen in einem im Internet veröffentlichten Bericht fragwürdige Bilanzierung vorgeworfen hatte. Zugleich wettete die Firma, die sich selbst als Analysehaus bezeichnet, mit Leerverkäufen auf einen Kursverfall der Aktie.

    Das Papier stürzte am 6. März, dem Tag der Veröffentlichung, um rund acht Prozent ab. ProSiebenSat.1 wies die Kritik zurück behielt sich juristische Schritte vor. «Wir begrüssen, dass die BaFin Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hat», sagte eine Sprecherin am Freitag.

    Viceroy spiele prominente Rolle

    In dem formell eingeleiteten Ermittlungsverfahren spiele die Beteiligung von Viceroy eine prominente Rolle, erklärte die Staatsanwaltschaft. Im Fokus stünden die Personen hinter Viceroy und deren Geschäftsgebaren sowie die Verflechtung mit weiteren Personen. Viceroy hatte sich im März auf die Meinungsfreiheit berufen. Perring argumentierte im Gespräch mit Reuters, ein Leerverkauf («short sale») sei nicht weniger legitim als eine klassische Spekulation auf steigende Kurse («long sale»).

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