Polens Präsident fordert in Bern Investitionen in Verteidigung
Polens Staatspräsident Karol Nawrocki hat in einer Rede vor dem Gesamtbundesrat Schweizer Friedensinitiativen wie jene auf dem Bürgenstock begrüsst. Er sagte aber auch, es sei angesichts neuer Bedrohungen nötig, dass europäische Staaten ihre Verteidigungsfähigkeit ausbauten.

Er glaube, dass die Staaten dies unter Berücksichtigung ihrer Traditionen und der jeweiligen Umstände tun könnten, sagte Nawrocki in seinem offiziellen Grusswort am Mittwoch in der Wandelhalle des Bundeshauses. Polen begrüsse die Diskussionen über die Stärkung europäischer Verteidigungsfähigkeit in der Schweiz.
Nawrocki sprach im Rahmen seines zweitägigen Staatsbesuchs, der am Mittwochmittag auf dem Landsitz Lohn des Bundes in Kehrsatz begonnen hatte. Der Bundesrat in corpore – ohne den rekonvaleszenten Albert Rösti – hörte dem parteilosen Historiker zu.
Polen wende heute fast fünf Prozent seines Bruttoinlandprodukts oder 15 Milliarden Dollar für die Verteidigung auf, so Nawrocki weiter. Er sprach auch von engen und langen Verbindungen zwischen den Ländern, welche noch vertieft werden könnten.
Auch Bundespräsident Guy Parmelin verwies auf historische Bande wie etwa den Umstand, dass im Zweiten Weltkrieg 13'000 polnische Soldaten in der Schweiz interniert wurden. Parmelin sprach von «exzellenten Beziehungen», die noch vertieft werden könnten.






