Pöbel-Brite versaut 300 Personen die Ferien
Weil ein Brite pöbelte, konnte ein Flieger nicht nach Dalaman in der Türkei abheben. Nun ist der Mann verurteilt worden.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Juni 2024 sorgte ein pöbelnder Brite dafür, dass ein Flieger nicht abheben konnte.
- Nun wurde er zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.
- Die Richterin sagte, der Mann habe die Ferien der anderen Passagiere ruiniert.
Weil ein Brite in einem Flugzeug rumpöbelte, konnte es nicht wie geplant von Manchester nach Dalaman in der Türkei fliegen. Rund 300 Passagiere konnten ihre Ferien erst verspätet oder gar nicht antreten. Nun stand der Mann vor Gericht.
Der Vorfall ereignete sich im Juni 2024, wie «Manchester Evening News» berichtet. Ein Flieger der Billigairline «Jet2» stand noch am Gate, als der Mann immer lauter wurde. Er forderte Alkohol, obwohl er bereits betrunken war.
Laut Anklageschrift reagierte er «aggressiv und wütend», als man ihm sagte, er erhalte keinen Alkohol mehr. Erst als der Captain mit einem Verweis aus dem Flieger drohte, beruhigte sich der Mann.
In der Folge rollte das Flugzeug Richtung Startbahn los. Da wurde der Mann erneut laut, beschimpfte eine Stewardess als «verdammte Nazi und Schlampe».
Man dürfe heute niemanden mehr beleidigen, auch wenn sich jemand daneben benehme, wetterte er. «Wenn ich dich A***loch nennen will, dann tue ich das.»
Der Captain entschied daraufhin, den Flug abzubrechen und ans Gate zurückzukehren. Dort wurde der pöbelnde Mann von der Polizei festgenommen. Auch die Einsatzkräfte beleidigte er und sagte: «Ach, verpisst euch!»
Der Flug musste gestrichen, die Passagiere von der Airline untergebracht und verpflegt werden.
Nun stand der Brite in Manchester vor Gericht, die Richterin hielt nicht zurück: Sie bezeichnet die Tat des Mannes als «verabscheuungswürdig», er habe «Chaos und Leid» für viele Menschen verursacht.
Zivilklage noch hängig
Und: «Allein Ihr Verhalten war für den Ausfall des Fluges verantwortlich. Sie haben die Ferien aller anderen Passagiere ruiniert.»
Der Mann erhielt eine bedingte Haftstrafe von acht Monaten. Zudem muss er 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und 120 Tage auf Alkohol verzichten.
Doch es könnte noch teurer werden. «Jet2» gab ihm in einem ersten Schritt ein lebenslanges Flugverbot. Zudem reichte die Airline eine Zivilklage über 44’710 Pfund ein.
















