Der CSU-Politiker Peter Gauweiler soll während seiner Zeit im Bundestag insgesamt elf Millionen Euro durch Honorare erhalten haben.
Peter Gauweiler
«Über die Billionenprogramme, die den deutschen Staatshaushalt via EZB belasten, ist keine einzige Stunde im Parlament in Deutschland diskutiert worden», sagt Peter Gauweiler.. Foto: Sven Hoppe/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Peter Gauweiler hat zwischen 2008 und 2015 Lohn von über elf Millionen Euro erhalten.
  • Der CSU-Politker soll die Honorare für Beratungen als Anwalt erhalten haben.
  • Milliardär August Baron von Finck zahlte Gauweiler jährlich 1,785 Millionen Euro.

Der Milliardär August Baron von Finck soll Peter Gauweiler zwischen 2008 und 2015 über elf Millionen Euro bezahlt haben. Dies berichtet die «Süddeutsche Zeitung» die demnach entsprechende Rechnungen einsehen konnte.

Der CSU-Politker soll diese Honorare für Beratungen als Anwalt erhalten haben. Von 2002 bis 2015 sass Gauweiler im Bundestag, damit fallen die Honorare genau in seine Zeit als Abgeordneter. Die letzte solche Honorarzahlung sei dann kurz nach dem Ende von Gauweilers Tätigkeit im Bundestag erfolgt.

Gemäss den Rechnungen der «Süddeutschen Zeitung» soll Peter Gauweiler jährlich 1,785 Millionen Euro von Baron von Finck bekommen haben. Ab 2013 war Gauweiler neben seiner Tätigkeit im Bundestag auch der stellvertretende Parteichef.

Mit dem Schwergewicht der CSU gerät nun also ein weiterer Unionspolitiker unter Verdacht. Bereits in der Maskenaffäre sollen mehrere Politiker der CDU und CSU Honorare erhalten haben. Ausserdem waren fragwürdige Geschäftsbeziehungen von Unionspolitikern mit Aserbaidschan publik.

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