Ösi-Airline will Untersuchungen nach Hagel-Unglück abwarten

    Keystone-SDA
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    Österreich,

    Eine Austrian-Airlines-Maschine musste wegen Hagelschäden eine spektakuläre Landung hinlegen. Nun soll eine Untersuchung die Frage der Verantwortung klären.

    Austrian Airlines Airbus Hagelschäden
    Die Maschine der Austrian Airlines (AUA) musste wegen Hagelschäden einen spektakulären Landeanflug auf den Airport Wien in Schwechat hinlegen. - twitter.com/@webflite

    Nach dem spektakulären Landeanflug einer Maschine der Austrian Airlines (AUA) auf den Airport Wien in Schwechat durch ein Hagelunwetter laufen zwei Untersuchungen gegen die Piloten.

    Piloten temporär freigestellt

    Die zentrale Frage ist, ob die Piloten die Lage unterschätzt haben. Laut Austro Control war das Unwetter bekannt. Die Fluggesellschaft erklärte am Samstag, dass neben einer bereits eingeleiteten internen Untersuchung auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes eine externe Prüfung einleiten werde. Es gelte die Ergebnisse der beiden Untersuchungen abzuwarten.

    Die Piloten wurden, wie üblich in solchen Fällen, vom Flugdienst für sieben Tage freigestellt. Nach Auswertung der Flugdaten und ersten Erkenntnissen werde mit der betroffenen Crew des Airbus A320 gegebenenfalls ein abgestimmtes Training oder eine Schulung durchgeführt.

    War Gewitter für Crew vorherzusehen?

    Nach AUA-Angaben war für die Cockpit-Crew – laut deren Aussage – die Gewitterzelle auf dem Wetterradar nicht ersichtlich gewesen. Allerdings wies die Flugmeteorologie der Österreichischen Luftfahrtbehörde Austro Control auf die «Gewittergefahren mit Hagel in der Region» für den Zeitraum des angefragten Fluges hin.

    Austrian Airlines Flugzeug Hagelschäden
    Auch auf Social Media wurden Bilder der schwer beschädigten Maschine geteilt. (Archivbild) - twitter.com/@webflite

    Die auch «den internationalen Standards entsprechende Wetterprognosen und anlassbezogene Wetterwarnungen für den En-Route-Verkehr» wurde publiziert.

    Diese luftfahrtspezifischen Wetterinformationen würden insbesondere vor dem Flug zur Vorbereitung und zur Planung der beabsichtigten Route, die von der Airline im jeweiligen Flugplan aufgegeben und festgelegt werde, dienen. Diese Wetterdaten würden für die Airlines und Piloten rund um die Uhr auch laufend aktualisiert.

    Viele offene Fragen

    Die Austro Control betonte jedoch, dass die Flugsicherung keine Anweisungen zu wetterbedingten Flugroutenänderungen während eines Fluges erteile. Kritiker stellen sich die Frage, warum die Piloten das Unwetter nicht umflogen haben.

    Der Airbus A320 auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Wien war am vergangenen Sonntagabend in die Gewitterzelle geraten. Die schwer beschädigte Maschine landete dennoch sicher am Wiener Flughafen, es wurden keine Passagiere verletzt.

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    Kommentare

    User #4001 (nicht angemeldet)

    Eine Frage. Wie kann man eine Wetterlage vorhersehen, wenn es nicht mal der Wetterdienst richtig kann. Und wie soll eine Modellierung der Wettervorhersage zuverlässig werden, wenn zum Beispiel der Hagelflieger kommt, und die Wolken "impft"? Die Balloise Schlechtwetterversicherung betreibt extra ein "Hagelflieger", um Wolken "bregenen" zu lassen. Wie soll man also als Pilot das vorhersehen?

    User #4895 (nicht angemeldet)

    Start und Landung sind ja die kritischsten Phasen eines Fluges. Österreichische Quellen berichten, dass während des Sinkfluges nur eine Person im Cockpit anwesend gewesen sei. Interessant.

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