Neonazis wollen Ceuta «schützen» – Einwohner wehren sich mit Demo
Einwohner der spanische Exklave Ceuta protestiert mit Gegen-Demonstration gegen die rechtsextreme Gruppe «Núcleo Nacional». Diese will Ceuta «zurückerobern».

Das Wichtigste in Kürze
- In Ceuta hat die rechtextreme Gruppe «Núcleo Nacional» zu Demonstrationen aufgerufen.
- Die Einwohner der Stadt protestierten mit einer Gegen-Demonstration gegen die Gruppierung.
- Die Demonstration der Neonazis musste abgesagt werden und die Mitglieder der Gruppe bekamen Polizeischutz.
In der spanischen Exklave Ceuta hat sich die rechtsextreme Gruppe «Núcleo Nacional» versammelt. Wie die spanische Zeitung «La Republica» berichtet, traf die Gruppierung am Samstagabend im Hafen von Ceuta ein.
Die Männer waren ganz in Schwarz gekleidete und trugen neonazistische Symbole. Sie riefen zum Protest auf um «Ceuta zurückzuerobern». Anlass war der Zustrom von rund 49.000 Migranten in die Region. Doch der Protest verlief anders als geplant.
Die Bewohner Ceutas stellten sich der rechtsextremen Gruppe entgegen. Sie riefen laut «Ceuta vereint», schreibt «La Republica».
Gegenprotest zwingt Rechtsextreme in eine Kantine
Die Gegendemonstrationen hatten zur Folge, dass die geplante Veranstaltung der Gruppe «Núcleo Nacional» schliesslich abgesagt wurde. Das berichten spanische Medien.
Die Polizei begleitete die Mitglieder sicherheitshalber durch die Strassen der Stadt. Aufnahmen zeigen, wie die Polizei die Mitglieder der Gruppe durch die Strassen führte. Dabei zeigte mindestens ein Teilnehmer den Hitlergruss in Richtung der Beamten.
Zwischenzeitlich musste die Gruppe sogar Schutz in einer Kantine suchen.
Die Vorgänge zeigen, wie tief die gesellschaftlichen Spannungen in Ceuta derzeit sind. Der Zustrom von Migranten hat die Stimmung in der Exklave aufgeheizt.
Gleichzeitig reagierten viele Bewohner mit klarer Ablehnung gegenüber der rechtsextremen Gruppe.















