Nächste Stufe der Mazedoniengespräche: Treffen der Regierungschefs

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    Mazedonien,

    Im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland sollen bald die Ministerpräsidenten der beiden Staaten in die Verhandlungen einbezogen werden. Seit der Unabhängigkeit Mazedoniens von Jugoslawien vor 27 Jahren wehrt sich Griechenland dagegen, dass das Nachbarland so heisst wie die eigene im Norden liegende Provinz Mazedonien.

    Der mazedonische Aussenminister Nikola Dimitrov (links) und Nikos Kotzias (rechts, griechischer Aussenminister) bei einem früheren Treffen in Wien.
    Der mazedonische Aussenminister Nikola Dimitrov (links) und Nikos Kotzias (rechts, griechischer Aussenminister) bei einem früheren Treffen in Wien. - Dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Namensstreit um «Mazedonien» wollen Mazedonien und Griechenland alsbald ernsthafte Gespräche führen.
    • Der Namensstreit besteht seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren.

    Mazedonien und Griechenland hätten im Namensstreit «sehr ernste Gespräche geführt», sagte UN-Vermittler Matthew Nimetz am Samstag. Er kündigte ein Treffen zwischen den Regierungschefs Griechenlands und Mazedoniens, Alexis Tsipras und Zoran Zaef, an. Dieses solle am 17. Mai in der bulgarischen Hauptstadt Sofia am Rande eines EU-Westbalkangipfels stattfinden.

    «Sie (die Aussenminister aus Athen und Skopje) haben hart, intensiv und positiv gearbeitet» mit dem Ziel, das Gipfeltreffen (Tsipras-Zaef) vorzubereiten, sagte Nimetz nach einem Bericht des staatlichen griechischen Rundfunks am Samstag.

    Im Namensstreit um den Landesnamen der ehemaligen Jugoslawischen Republik und der nordgriechischen Provinz befürchtet Athen spätere Gebietsansprüche und blockiert wegen des Streits den Beginn von EU-Beitrittsgesprächen ebenso wie die Nato-Mitgliedschaft des Nachbarlandes.

    Einigkeit besteht darüber, dass der künftige Name eine geografische Bestimmung haben soll. Als wahrscheinlichste neue Bezeichnung gilt «Republik Ober-Mazedonien» oder «Republik Nord-Mazedonien». Ein Knackpunkt ist, dass dieser neue Name auch in der Verfassung Mazedoniens fest verankert werden soll.

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