Nach Putsch: Europäer wollen Antiterror-Kampf in Mali fortsetzen

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    Deutschland,

    Ungeachtet des Militärputsches in Mali halten Deutschland, Frankreich und Grossbritannien an ihrem Einsatz gegen den Terrorismus in dem westafrikanischen Land fest.

    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (M) hat sich mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Grossbritannien, Florence Parly und Ben Wallace, abgestimmt. Foto: Oliver Dietze/dpa
    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (M) hat sich mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Grossbritannien, Florence Parly und Ben Wallace, abgestimmt. Foto: Oliver Dietze/dpa - sda - Keystone/dpa/Oliver Dietze

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Das Engagement ist weiter notwendig, weil der Terrorismus nach wie vor eine grosse Bedrohung auch für uns hier ist», sagte am Freitag die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Gesprächen mit ihren Amtskollegen Florence Parly und Ben Wallace im deutschen Dillingen.

    Die drei Verteidigungsminister forderten die Putschisten auf, schnellstmöglich umzusetzen, was sie zugesagt hätten, «nämlich die Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung», so Kramp-Karrenbauer.

    Aufständische Militärs hatten vergangenen Dienstag Präsident Ibrahim Boubacar Keïta zum Rücktritt gezwungen und die Bildung eines bis zur Abhaltung von Wahlen regierenden Übergangskomitees angekündigt. Kaou Djim, ein Führungsmitglied der oppositionellen Bewegung M5-RFP, hatte ihm am Donnerstag Unterstützung zugesagt. In der Hauptstadt Bamako war zudem am Freitagabend eine Solidaritätskundgebung für das Gremium geplant. Am gleichen Tag hatte ein ranghoher UN-Vertreter den in der Garnisonsstadt Kati festgesetzten Keïta aufgesucht. Über den Inhalt der Gespräche wurde zunächst nichts bekanntgegeben.

    Der britische Verteidigungsminister Wallace forderte die Rückkehr zu einer Zivilregierung in Mali. «Stabilität muss in diesem Teil der Welt wieder hergestellt werden», sagte er. «Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen, denn er ist noch längst nicht beendet», sagte auch die französische Verteidigungsministerin Parly und betonte: «Es geht hier um eine Sicherheitsherausforderung für die Sahelzone, aber auch für ganz Europa.» Die malischen Streitkräfte führten ihre Einsätze trotz des Putsches fort.

    Der instabile Krisenstaat wird seit Jahren von Terrorgruppen geplagt, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) und dem Terrornetzwerk Al-Kaida die Treue geschworen haben. Frankreich unterstützt den Kampf gegen diese Organisationen mit dem Militärkampfeinsatz «Barkhane», für den rund 5100 Soldaten in der Sahelzone im Einsatz sind. Zudem unterstützt eine UN-Mission den Friedensprozess in Mali, nachdem der Norden des Landes im Jahr 2012 vorübergehend in die Hände von Rebellengruppen geraten war, bevor Frankreich militärisch eingriff. Auch gibt es in Mali eine EU-Ausbildungsmission. An beiden internationalen Einsätzen ist die deutsche Bundeswehr beteiligt.

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