Nach Mega-Ansturm: Beliebter Wanderweg in Italien muss saniert werden
Zu viele Wanderer und starke Erosion setzen einem Lehrpfad am Monte Canin in Italien zu. Nun wird ein Teilstück mehrere Wochen lang zeitweise gesperrt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein beliebter Wanderweg am Monte Canin in Italien ist stark beschädigt.
- Der jahrelange Besucherandrang und wilde Abkürzungen fördern die Erosion.
- Bis zum 2. Oktober wird ein Abschnitt unter der Woche zeitweise gesperrt.
Die vielen Wanderschuhe haben sichtbare Spuren hinterlassen: Ein beliebter Weg am Monte Canin im Nordosten Italiens ist derart beschädigt, dass Sanierungsarbeiten nötig werden.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Rifugio Gilberti und der Sella Bila Pec in der Region Friaul-Julisch Venetien.
Vom 14. September bis zum 2. Oktober bleibt dieser jeweils von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr gesperrt. Das teilt der Naturpark Prealpi Giulie mit.
Wanderer nehmen wilde Abkürzungen
Dem Weg setzt nicht nur die natürliche Erosion zu. Auch der jahrelange Besucherandrang hat laut der italienischen Zeitung «Il Dolomiti» Schäden hinterlassen. An mehreren Stellen sei der Untergrund bereits eingebrochen.
Zusätzlich verschärfen Wandernde die Situation, indem sie den markierten Pfad verlassen. Durch die wilden Abkürzungen entstehen neue Trampelpfade. Diese fördern die Erosion und schaden der empfindlichen Vegetation.
Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Bergweg: Der «Sentiero botanico del Bila Pec» ist als botanischer Lehrpfad ausgewiesen. Entlang der Route wachsen seltene alpine Pflanzen.
Keine vollständige Sperrung
Auch ungeeignetes Schuhwerk bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Manche Besucher seien mit glatten Turnschuhen unterwegs.
Der Naturpark ruft deshalb dazu auf, feste Wanderschuhe zu tragen und auf dem markierten Weg zu bleiben.
Ganz geschlossen wird der beliebte Pfad nicht. Ausserhalb der Arbeitszeiten bleibt er weiterhin begehbar. Wandernde sollen die Einschränkungen jedoch bei der Planung ihrer Tour berücksichtigen.
Die zeitweise Sperrung soll es ermöglichen, die beschädigten Stellen zu reparieren. Und den besonderen Lehrpfad vor weiteren Schäden zu schützen.















