Nach Gleis-Attacke in Frankfurt Debatte über Sicherheit an Bahnhöfen

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    Deutschland,

    Nach der tödlichen Attacke in Frankfurt (D) debattieren die deutschen Parteien über Sicherheit an Bahnhöfen und Sicherheitspolitik im Allgemeinen.

    Seehofer Grenze
    Passanten stehen am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs vor einem Meer aus Blumen und Kuscheltieren. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Gleis-Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof löst eine Diskussion um die Sicherheit aus.
    • Die deutschen Behörden wollen die Sicherheit an Bahnhöfen überdenken.
    • Innenminister Horst Seehofer etwa will mehr Polizei zur Sicherheit einsetzen.

    Nach der tödlichen Attacke auf einen achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof geht die Debatte über mehr Sicherheitspersonal an deutschen Bahnhöfen weiter. Die Grünen halten die Ankündigung von Innenminister Horst Seehofer, dort mehr Polizei einzusetzen, für unrealistisch.

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    Ein Kind(†8) wurde in Frankfurt am Main auf die Gleise gestossen und dabei vom Zug erfasst. - Reuters

    «Die Personalsituation bei der Bundespolizei ist trotz höherer Einstellungszahlen sehr angespannt», sagte die innenpolitische Sprecherin Irene Mihalic den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Daher muss man sich schon fragen, wo das zusätzliche Personal für mehr Präsenz an den Bahnhöfen eigentlich herkommen soll.»

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    Immer grösser wird das Meer aus Blumen, Kuschetieren und Beileidsbekundungen am Gleis 7 im Frankfurter Hauptbahnhof. Foto: Frank Rumpenhorst - dpa-infocom GmbH

    Mihalic kritisierte Seehofers Ankündigung, die Videoüberwachung in Bahnhöfen auszuweiten: «Jetzt auf eine verstärkte Videoüberwachung an Bahnhöfen zu setzen, obwohl es kaum andere Orte gibt, an denen mehr Kameras hängen, geht am Thema vorbei.»

    Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Mihalic: «Wenn der Innenminister die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöhen will, muss er konzeptionelle Vorschläge auf den Tisch legen, anstatt Nebelkerzen zu werfen.»

    Grösstmögliche Sicherheit gefordert

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: «Millionen Menschen fahren in Deutschland Bahn. Für sie alle müssen wir für grösstmögliche Sicherheit sorgen.

    Kabinettssitzung
    Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin, kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts und wird von Kameramännern gefilmt. - dpa

    Dafür ist Polizeipräsenz besonders wichtig. Videoüberwachung gibt es bereits an vielen Bahnhöfen. Wir sollten jetzt über alle Schritte reden, die die Sicherheit wirklich erhöhen.»

    Täter lebte in der Schweiz

    Ein 40 Jahre alter dreifacher Vater sitzt seit Dienstag wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

    Der aus Eritrea stammende Mann soll am Montag eine ihm unbekannte Frau aus dem Hochtaunuskreis und ihren Sohn vor einen einfahrenden ICE gestossen haben. Die 40-Jährige konnte sich retten, ihr Sohn wurde vom Zug überrollt und getötet. Der Junge und seine Mutter wollten in den Urlaub fahren.

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    Der Gleis-Täter von Frankfurt sperrte in der Schweiz Frau und Kinder ein und war 2019 in psychiatrischer Behandlung. - Nau

    Der mutmassliche Täter lebte seit 2006 in der Schweiz – und wurde dort seit dem vergangenen Donnerstag von der Polizei gesucht.

    Der verheiratete Mann, der laut Kantonspolizei Zürich in diesem Jahr schon in psychiatrischer Behandlung war, habe seine Nachbarin mit einem Messer bedroht, eingesperrt und sei dann geflohen. Daraufhin sei er in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben gewesen.

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