Die Republik Moldau verbietet gleich mehrere Kriegssymbole Russlands. Der russische Senator Alexej Puschkow reagiert mit Drohgebärden.
Ukraine-Krieg Z
Ein im Ukraine-Krieg zerstörter russischer Panzer mit dem weissen «Z». - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Republik Moldau hat verschiedene Kriegssymbole Russlands verboten.
  • Ein russischer Senator droht nun dem Land und erinnert an die Abhängigkeit beim Gas.

Die russische Führung hat scharf auf das Verbot von prorussischer Kriegssymbolik in der ehemaligen Sowjetrepublik Moldau reagiert. Der russische Senator Alexej Puschkow drohte der Präsidentin der Republik, Maia Sandu, sie könne im «Mülleimer der Geschichte» landen.

Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, bei einer Pressekonferenz in Chisinau.
Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, bei einer Pressekonferenz in Chisinau. - Roveliu Buga/AP/dpa

«Sie sollte sich vorsichtiger gegenüber Russland und seinen Symbolen äussern, umso mehr, da Chisinau nicht für russisches Gas zahlen kann», schrieb Puschkow auf seinem Telegram-Kanal.

Die Republik Moldau bemüht sich im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine um die EU-Mitgliedschaft. Chisinau hat Kiew humanitäre, aber keine militärische Hilfe gegen Russland gewährt. In dem Konflikt selbst erklärte sich die Republik Moldau neutral und hat sich auch nicht an den Sanktionen gegen Russland beteiligt.

Z, V, und St-Georgs-Band in Moldau verboten

Anfang der Woche allerdings verbot Chisinau die Symbole Z und V, mit der die russischen Truppen beim Angriff auf die Ukraine markiert sind, sowie das St.-Georgs-Band. Letzteres dient als Kennzeichen der Unterstützer von Kremlchef Wladimir Putin, aber auch der prorussischen Separatisten in der Ukraine gilt.

Z Symbol Ukraine-Krieg
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine ist auf Panzern der Russen häufig ein weisses «Z» zu sehen. - dpa

Sandu begründete das Verbot damit, dass die Symbole die Gesellschaft spalteten. Ihr Platz sei auf der «Müllhalde der Geschichte», sagte sie. Puschkows Antwort schliesst daran an. Der Senator gilt als einer der Lautsprecher der russischen Aussenpolitik.

Moldau befürchtet Einmarsch Russland bei Sieg in der Ukraine

Die Republik Moldau ist stark abhängig von russischen Gaslieferungen. Zudem gibt es in dem Land ebenfalls Separationsbestrebungen. Die abtrünnige Teilrepublik Transnistrien wird de facto seit den 90er Jahren von einem prorussischen Regime regiert und von russischen Truppen gestützt.

In der Republik Moldau herrschen daher Befürchtungen, dass nach einem Sieg der russischen Invasionstruppen in der Ukraine der Kreml seine Armee auch in ihr Land einmarschieren lassen könnte.

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