Moschino macht den Laufsteg zum Museum

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    Italien,

    Moderne Kunst und Mode sind Wahlverwandte. Zumindest bei der farbenfrohen Show von Moschino in Mailand.

    Wie gemalt und eingerahmt: Kreation von Moschino in Mailand. Foto: Luca Bruno
    Wie gemalt und eingerahmt: Kreation von Moschino in Mailand. Foto: Luca Bruno - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Kleid wird zum Gemälde: Picasso und seine Musen waren das Thema der am Donnerstagabend auf der Mailänder Fashion Week vorgestellten Kollektion von Moschino für die Saison Frühjahr/Sommer 2020.

    Viele Modelle wirkten, als hätte ihnen der Künstler (1881-1973) höchstpersönlich auf die Kleidung gemalt.

    In dieser Picasso-Interpretation steckt natürlich ganz viel Ironie. Sie ist der Markenkern von Moschino. Nur bediente sich Jeremy Scott, der Kreativchef des Labels, in den vergangenen Kollektionen eher an Elementen der Popkultur. Jetzt brachte er die Bilderwelt des Künstlers auf teils aberwitzige Formen. Ein Kleid wirkte dann tatsächlich wie ein Gemälde auf zwei Beinen, Rahmen inklusive.

    Den grösstmöglichen Kontrast zu diesem Modestil lieferte zwei Stunden davor Bottega Veneta. Das italienische Luxuslabel zeigte in seiner Show sowohl die Damen- als auch die Männerkollektion. Und hier liegt der Fokus auf Form und Material. Es wird mit den Proportionen gespielt, viel Leder eingesetzt, hier und da ein raffiniertes Detail platziert. Einen Hauch Exzentrik gab es dann doch: ein Druckmotiv mit Affe und Ananas.

    Mit sommerlichen Pastellfarben geht Blumarine in die neue Saison. In der Show des italienischen Labels am Freitagvormittag wurden unter anderem bauchfreie Tops zu seidenen Bleistiftröcken getragen, Netzkleider mit Blüten appliziert, Trenchcoats mit Pailletten verziert.

    Noch bis Montag laufen die Shows der Mailänder Fashion Week. Auf dem Programm stehen unter anderen noch so grosse Namen wie Gucci, Versace und Giorgio Armani.

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