Schon Ende März teilte Deutschland 210 Angebote für Rüstungslieferungen mit der ukrainischen Regierung.
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Der Krieg in der Ukraine hält schon über einen Monat an. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland bot der Ukraine bereits Ende März ein riesiges Rüstungsangebot.
  • Die Liste umfasste ein Gesamtwert von 307 Millionen Euro.

Die deutsche Regierung hat der Ukraine bereits Ende März eine Liste mit 210 Angeboten für Rüstungslieferungen der deutschen Industrie gemacht. Es handelte sich dabei um einen Gesamtwert von 307 Millionen Euro. Darauf finden sich Panzerabwehrwaffen, Granaten, Drohnen, Schutzausrüstung und Munition.

Die schwersten dort aufgeführten Waffen sind 12 Mörser mit einem Kaliber von 120 Millimeter. Panzer, schwere Artilleriegeschütze, Kampfhubschrauber oder Kampfflugzeuge sind darauf nicht zu finden.

Die Liste mit der Überschrift «Unterstützungsmöglichkeiten Industrie - Konsolidiert» vom 29. März liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuerst hatte «Bild» darüber berichtet.

Rüstungsgüter für die Ukraine

Kanzler Olaf Scholz hatte am Dienstag angekündigt, dass die Regierung Rüstungsgüter der deutschen Industrie in die Ukraine liefern werde. Er sprach von einer Liste, auf der stehe, was die deutschen Rüstungsunternehmen in nächster Zeit liefern könnten. Darunter seien wie bisher Panzerabwehrwaffen, Luftabwehrgeräte, Munition «und auch das, was man in einem Artilleriegefecht einsetzen kann».

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Panzer im Ukraine-Krieg. (Archivbild) - Keystone

Konkret stehen auf der Liste 5150 Panzerabwehrwaffen, die bis zu 500 Meter weit schiessen können. Ausserdem zählen zu den Angeboten 18 kleine Aufklärungsdrohnen, 3000 Nachtsichtgeräte, mehr als 3000 Handfeuerwaffen, 30 Anti-Drohnen-Gewehre sowie gepanzerte Fahrzeuge. Der Grossteil der Angebote fällt in die Kategorien Aufklärungstechnik, persönliche Schutzausrüstung und Handfeuerwaffen.

Die Ukraine fordert von der deutschen Regierung schwere Waffen wie Luftabwehrsysteme, Kampf- und Schützenpanzer. Sowie schwere Artillerie, um der erwarteten russischen Offensive in der Ostukraine standhalten zu können.

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