Deutschland, Frankreich und andere EU-Staaten wollen heute in Paris weiter nach einer Lösung im Streit um die Seenotrettung im Mittelmeer suchen.
Migranten sind nach ihrer Rettung auf dem Mittelmeer in den Hafen von Malaga gebracht worden. Foto: Jesus Merida Luque/SOPA Images via ZUMA Wire/Archiv
Migranten sind nach ihrer Rettung auf dem Mittelmeer in den Hafen von Malaga gebracht worden. Foto: Jesus Merida Luque/SOPA Images via ZUMA Wire/Archiv - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Erst in der vergangenen Woche hatten Deutschland und Frankreich bei einem EU-Treffen in Helsinki erfolglos versucht, eine europäische Übergangsregelung zur Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten auf den Weg zu bringen.

An dem informellen Treffen von Innen- und Aussenministern in der französischen Hauptstadt nimmt unter anderem Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) teil.

Erst in der vergangenen Woche hatten Deutschland und Frankreich bei einem EU-Treffen in Helsinki erfolglos versucht, eine europäische Übergangsregelung zur Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten auf den Weg zu bringen. Für die erste Septemberwoche ist noch einmal ein Sondertreffen auf Malta geplant. Ziel des Treffens in Paris sei es nun, ungefähr 15 EU-Staaten zu einer Teilnahme an einem Ad-hoc-Mechanismus zu bewegen, hatte der französische Innenminister Christophe Castaner angekündigt.

Die geplante Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Menschen die Einfahrt in ihre Häfen untersagen. Beide Staaten hatten dies in der Vergangenheit mehrfach getan, weil sie befürchteten, mit der Verantwortung für die Migranten von den EU-Partnern alleine gelassen zu werden. Infolgedessen harrten Menschen auf privaten Rettungsschiffen oft tagelang an Bord aus, bis eine Lösung gefunden war.

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