Merz in Israel: Hoffnung auf nächste Phase im Gaza-Plan

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Israel,

Auf Dienstreise in Israel hat Bundeskanzler Friedrich Merz Hoffnungen auf eine nächste Phase im Gaza-Plan geschürt.

Friedrich Merz
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bereist gerade den Nahen Osten. - keystone

Zum Auftakt seines ersten Israel-Besuchs als Bundeskanzler hat Friedrich Merz Deutschlands fortwährende Verpflichtung gegenüber dem jüdischen Staat bekräftigt. «Ich komme zu einem Zeitpunkt nach Israel, der komplizierter kaum sein könnte», sagte Merz in Jerusalem bei einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsident Izchak Herzog. Deutschland stehe bis heute fest an der Seite Israels, «insbesondere nach dem schrecklichen Massaker (der Hamas) am 7. Oktober 2023.» Deutschland werde «immer an der Seite dieses Landes stehen».

Gleichzeitig sagte Merz, das Vorgehen der israelischen Armee im Gaza-Krieg habe Deutschland «vor einige Dilemmata gestellt». Darauf habe man reagiert, sagte er offenbar mit Blick auf die vorübergehende Einschränkung von Waffenlieferungen nach Israel. «Wir haben aber auch gesehen, dass wir bis heute im Grundsatz keinerlei Differenzen haben», sagte Merz. «Israel hat das Recht, sich selbst zu verteidigen.»

Mit Blick auf den Gaza-Plan des US-Präsidenten Donald Trump sagte Merz: «Wir hoffen nun, dass dieser Friedensprozess in die nächste Phase eintreten kann und insbesondere, dass es gelingt, die Hamas zu entwaffnen, denn dieser Krieg geht ausschliesslich von der Hamas aus.» Wenn die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen niederlege, «dann gibt es eine Zukunft für die Region, gibt es eine Zukunft auch für Gaza». Er bekräftigte das Ziel einer Zweistaatenlösung in Nahost. Damit ist gemeint, dass Israel und ein unabhängiger Palästinenserstaat friedlich Seite an Seite existieren.

Israels Präsident Herzog drückte die Hoffnung aus, dass der Gaza-Plan einen neuen Horizont für die Menschen in Gaza und Israel bedeute sowie für die arabischen Nachbarstaaten. Deutschland könne dabei eine wichtige Rolle spielen.

Zur Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 in Deutschland sagte Herzog: «Dass Deutschland in Europa mit einem israelischen Produkt verteidigt wird, ist einzigartig und sehr bewegend und wichtig.»

In das Gästebuch im Präsidentenamt in Jerusalem schrieb Merz: «Die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel ist ein grosser Schatz.» Acht Jahrzehnte nach der Schoah bleibe es «unsere Verantwortung, das Band zwischen unseren Ländern von Generation zu Generation neu zu stärken». Merz schrieb weiter: «Aus tiefer Überzeugung bin ich bereit, gemeinsam mit Ihnen meinen Teil zu dieser Verantwortung zu leisten.» Für die enge Verbundenheit mit Präsident Herzog sei er «zutiefst dankbar».

Merz war vor dem Besuch in Israel nach Jordanien gereist und hatte dort auf Fortschritte im Nahost-Friedensprozess gedrängt. Am Sonntag ist ein Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geplant.

Kommentare

User #5633 (nicht angemeldet)

Höret endlich mit der Zweistaatenlösung auf. Die wird nie kommen und ist praktisch nicht umsetzbar.

User #1013 (nicht angemeldet)

Indem er Bibi in den verlängerten Rücken kriecht, lösst er kein Problem. Es wird Zeit das man Israel als ganz normalen Staat wie jeden andern ansieht und so behandelt. Keiner von uns kann für die Ereignisse die vor über 80 Jahren geschehen sind etwas dafür.

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