Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich vor dem G7-Gipfel zurückhaltend zu zusätzlichen Corona-Impfstoff-Spenden Deutschlands für ärmere Länder geäussert.
Ministerpräsidentenkonferenz
10.06.2021, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Pressekonferenz nach der Ministerpräsidentenkonferenz teil. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

Sie sehe durchaus Sinn darin weiterzugeben, was überzählig sei, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Angesichts nicht völlig klarer Liefermengen für Juli, August und September könne sie nun aber keine Verpflichtung für noch nicht gelieferte Mengen eingehen. Sie müsse «schon auch darauf achten, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern jetzt ein Impfangebot machen, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das selbstverständlich ihren Bürgern auch gemacht haben».

Merkel nannte es erfreulich, dass die US-Regierung vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt angekündigt hat.

Sie verwies zugleich auf den bisherigen Beitrag der Europäischen Union für die globale Versorgung mit der Ausfuhr von schon deutlich mehr als 200 Millionen Dosen, was sich sehen lassen könne. «Wir teilen seit Januar unsere Impfstoffe mit allen auf der Welt. Das tun nicht alle anderen.»

Deutschland stelle rund eine Milliarde Euro für das internationale Programm Covax bereit, was Geld für den Kauf von etwa 200 Millionen Impfdosen entspreche. Generell stelle sich die Frage, ob dies nicht der bessere Weg sei, als über Bedarf zu bestellen und es dann zu verschenken. Merkel verwies zudem auf die Zusage, dass Deutschland bis Jahresende 30 Millionen Dosen zur Verfügung stellen wolle.

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