Krieg

Ex-Kanzler Schröder: Russland muss Krieg beenden

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Deutschland,

Ex-Kanzlerin Merkel will sich derzeit nicht zur Lage in der Ukraine äussern. Ihr Vorgänger Schröder richtet sich hingegen mit deutliche Worten Worten an Russland.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder fordert ein Ende des Krieges in der Ukraine. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder fordert ein Ende des Krieges in der Ukraine. Foto: Kay Nietfeld/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat Russland aufgefordert, den Krieg und das damit verbundene Leid für die Menschen in der Ukraine schnellstmöglich zu beenden.

«Das ist die Verantwortung der russischen Regierung», erklärte Schröder am Donnerstag auf seiner Seite im Online-Netzwerk LinkedIn. Auch Sicherheitsinteressen Russlands rechtfertigten nicht den Einsatz militärischer Mittel.

Schröder betonte zugleich, bei notwendigen Sanktionen dürften die politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Verbindungen zwischen Europa und Russland nicht ganz gekappt werden. «Denn diese sind - trotz der gegenwärtig dramatischen Lage - die Basis für eine Hoffnung, die wir alle haben: dass ein Dialog über Frieden und Sicherheit auf unserem Kontinent wieder möglich ist.»

Schröder gilt als langjähriger Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er ist zudem Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft und hat Führungspositionen bei den Pipeline-Projekten Nord Stream und Nord Stream 2. Die Erdgasleitungen durch die Ostsee verbinden Russland und Deutschland, die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 wurde inzwischen allerdings von der Bundesregierung auf Eis gelegt. Für Wirbel sorgte Schröder zuletzt, als er vor dem Angriff Forderungen der Ukraine nach Waffenlieferungen als «Säbelrasseln» kritisierte.

Merkel will sich nicht äussern

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich in der Öffentlichkeit derzeit nicht zum russischen Angriff auf die Ukraine äussern.

Eine öffentliche Stellungnahme sei nicht geplant, hiess es auf Anfrage aus ihrem Umfeld. Zugleich wurde betont, Merkel verfolge die Entwicklungen natürlich mit grosser Anteilnahme.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am frühen Donnerstagmorgen eine Militäroperation in den Regionen Luhansk und Donezk angeordnet. Auch aus anderen Teilen der Ukraine wurden Angriffe mit Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Raketen gegen militärische Infrastruktur gemeldet.

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