Merkel soll Ende April im Wirecard-Ausschuss aussagen

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Deutschland,

Die Affäre um den inzwischen bankrotten Zahlungsdienstleister Wirecard wirft weiterhin viele Fragen auf. Nun wird auch Kanzlerin Angela Merkel als Zeugin geladen.

Das Wirecard-Logo ist am Hauptsitz des Zahlungsdienstleisters in Aschheim bei München zu sehen. Foto: Peter Kneffel/dpa
Das Wirecard-Logo ist am Hauptsitz des Zahlungsdienstleisters in Aschheim bei München zu sehen. Foto: Peter Kneffel/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll Ende April als Zeugin im Untersuchungsausschuss zum Milliarden-Bilanzskandal beim früheren Dax-Unternehmen Wirecard aussagen.

Ihre Aussage sei für den 23. April vorgesehen, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur aus Ausschusskreisen. Einen Tag zuvor soll Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) aussagen. Die Zeugenaussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist für den 20. April geplant.

Das aufstrebende Fintech Wirecard hatte im vergangenen Sommer ein Bilanzloch von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und danach Insolvenz angemeldet. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnte es sich um jahrelangen Betrug und eine noch viel grössere Summe handeln. Nach dem aufgedeckten Bilanzskandal flog Wirecard aus dem Dax.

Weil der Skandal über Jahre unentdeckt blieb, stehen unter anderem die Finanzaufsicht Bafin und Wirtschaftsprüfer von EY in der Kritik. Merkel soll aussagen, weil sie sich auf einer Chinareise für Wirecard stark machte, obwohl es damals bereits - vor allem in Presseberichten - Zweifel an der Integrität des Unternehmens gab.

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