Mehr als 3000 Tote auf Fluchtrouten von Afrika nach Europa im 2021

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    Genève,

    Letztes Jahr sind über 3000 flüchtende Personen auf Seerouten zwischen Afrika und Europa ums Leben gekommen.

    Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer. Unter der neuen italienischen Regierung wird ein harter Kurs gegen Migranten gefahren.
    Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer. Unter der neuen italienischen Regierung wird ein harter Kurs gegen Migranten gefahren. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Letztes Jahr sind über 3000 Menschen auf dem Weg von Afrika nach Europa im Meer gestorben.
    • Das waren doppelt so viel wie im Jahr 2020.
    • Dieses Jahr wurden bereits wieder 478 Tote gemeldet.

    Mehr als 3000 Flüchtlinge und andere Migranten sind im vergangenen Jahr auf den Seerouten in Richtung Europa ums Leben gekommen. 1924 Tote oder Vermisste wurden auf den Routen von Nordafrika über das Mittelmeer gemeldet. 1153 zwischen der westafrikanischen Küste und den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtete.

    Das waren insgesamt doppelt so viele Tote und Vermisste wie im Jahr davor, sagte eine UNHCR-Sprecherin am Freitag in Genf. In diesem Jahr seien bislang 478 Menschen auf den Fluchtrouten umgekommen.

    Risiken von Menschenrechtsverletzung auf dem Weg sehr hoch

    Unzählige Menschen dürften bereits auf der Flucht aus ihren Ländern Richtung Mittelmeer- und Atlantikküste umgekommen sein, sagte die Sprecherin. Dort seien sie Risiken der Ausbeutung, Misshandlung, Versklavung und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

    Politische Instabilität und Konflikte in den Heimatländern der Menschen und immer schwierigere Lebensbedingungen könnten zu mehr Vertreibungen und Migration führen. Dazu kommen noch die Folgen des Klimawandels. Das berichtete das UNHCR.

    Die Organisation will die Flüchtlinge und andere Migranten entlang der Fluchtrouten vor Ausbeutung und Menschenschmugglern schützen. Sie bittet Regierungen für Programme in 25 Ländern um Spenden um Umfang von 163,5 Millionen Dollar (rund 155 Millionen Euro).

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