Bis Mitte des Jahrzehnts will Lkw-Hersteller MAN zusamen mit Partnern autonom fahrende Lastwagen auf der Autobahn zum Einsatz bringen. Das Ziel: weniger Unfälle und weniger Staus.
MAN will einen Lkw entwickeln, der fahrerlos zwischen Logistikknotenpunkten hin- und herfahren kann.
MAN will einen Lkw entwickeln, der fahrerlos zwischen Logistikknotenpunkten hin- und herfahren kann. - Sven Hoppe/dpa

Der Lkw-Hersteller MAN will mit den Zulieferkonzernen Bosch, Leoni und Knorr-Bremse bis Mitte des Jahrzehnts autonom fahrende Lastwagen auf der Autobahn zum Einsatz bringen.

Zusammen mit weiteren Partnern wollen sie einen Lkw entwickeln, der fahrerlos zwischen Logistikknotenpunkten hin- und herfahren kann. «Mit dem Projekt soll bis Mitte des Jahrzehnts ein auf die Industrialisierung übertragbares Konzept für den Betrieb automatisierter Lkw auf der Autobahn vorliegen», teilten sie in München mit.

Mit autonom fahrenden Lastwagen soll es künftig weniger Unfälle und weniger Staus geben. Ausserdem soll so dem Fahrermangel begegnet, die Flexibilität des Lkw-Einsatzes gesteigert und Dieselverbrauch sowie CO2-Ausstoss gesenkt werden. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit soll sicherstellen, dass die Lastwagen gegen Cyber-Angriffe geschützt werden.

An dem Forschungs- und Entwicklungs-Projekt «Automatisierter Transport zwischen Logistikzentren auf Schnellstrassen im Level 4» (Atlas-L4) sind auch die Technischen Universitäten München und Braunschweig, der Tüv SÜD, die Unternehmen Fernride und BTC Embedded Systems und die Autobahn GmbH beteiligt. Es wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Das Projekt sei «ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Hub-to-Hub-Automatisierung, mit dem wir bereits künftige Serienanwendungen für eine Logistik 4.0 in den Blick nehmen», sagte MAN-Entwicklungsvorstand Frederik Zohm.

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