Machthaber Lukaschenko beklagt sich bei Putin über Druck des Westens

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Lukaschenko und Putin haben sich in Sotschi zu bilateralen Gesprächen getroffen. Der belarussische Machthaber beklagte sich über westliche Sanktionen.

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    Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, spricht mit Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, während eines Treffens in Sotschi. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der belarussische Machthaber Lukaschenko hat sich mit Wladimir Putin getroffen.
    • Beim Gespräch war der Zwischenfall der erzwungenen Landung eines Flugzeugs Thema.
    • Lukaschenko beklagte die westlichen Sanktionen gegen sein Land.

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat sich bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin über Druck des Westens beklagt. Die nach der erzwungenen Landung eines Flugzeuges vereinbarten EU-Sanktionen würden die staatliche Fluglinie Belavia bestrafen. Dies, obwohl sie nichts mit dem Vorfall zu tun habe. Das sagte Lukaschenko am Freitag in Sotschi zum Auftakt des Treffens mit Putin.

    Belarus hatte am Sonntag eine Passagiermaschine in Minsk zur Landung gezwungen und anschliessend den Regimekritiker Roman Protassewitsch festgenommen.

    Westliche Airlines umfliegen belarussischen Luftraum

    Als Antwort darauf haben die EU-Staats- und Regierungschefs am Dienstag neue Sanktionen auf den Weg gebracht. Ebenfalls festgenommen wurde Protassewitschs Freundin Sofia Sapega, die russische Staatsbürgerin ist. Belavia musste nach einer EU-Entscheidung über Flugverbote seine Verbindungen in die EU-Staaten einstellen. Westliche Airlines umfliegen den belarussischen Luftraum.

    In Belarus
    Belarussische Behörden hatten das Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gebracht. - dpa

    Putin kritisierte bei dem Treffen, dass 2013 das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten zur Landung gezwungen worden sei. Dies, ohne dass es Reaktionen der EU gegeben habe. «Damals herrschte Ruhe», meinte Putin mit Blick auf die US-Operation.

    Lukaschenko sagte, dass er Dokumente mitbrachte, um Versuche zu beweisen, die Lage in Belarus wie im vergangenen August zu destabilisieren. Damals gab es Massenproteste gegen den als «letzten Diktator Europas» kritisierten Lukaschenko. Dieser hatte sich zum Sieger einer umstrittenen Präsidentenwahl erklärt. Putin hatte Lukaschenko als Sieger anerkannt, die EU nicht.

    Lukaschenko zum Baden eingeladen

    Der Kremlchef betonte mehrfach, dass er seinen Kollegen in der Konfrontation mit dem Westen unterstütze. Der Handel zwischen beiden Länder habe zugenommen. «Das ist eine gute Tendenz», meinte Putin, der Lukaschenko an der Schwarzmeerküste auch zum Baden einlud. Die Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden.

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