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    Lufthansa und EU streiten wegen 100 unnötige Flügen am Tag

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Lufthansa fordert im Streit mit der EU um den Erhalt von Start- und Landerechten während der Corona-Flaute weiterhin Lockerungen.

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    Flugzeuge der Airline Lufthansa am Flughafen. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen der Corona-Pandemie erlebt der Luftverkehr eine Flaute.
    • Airlines müssen nun Flüge durchführen – auch ohne Passagiere.
    • Nur so behalten si ihre zugeteilten Zeitfenster.

    Die Fluggesellschaft Lufthansa und die EU-Kommission streiten wegen 100 unnötige Flügen am Tag. Die EU hatte am Donnerstag erneut Vorwürfe zurückgewiesen. Sie zwingen nicht mit bürokratischen Vorschriften zu diesen sogenannten Slots zu umweltschädlichen Leer- oder Geisterflügen.

    Auch die Lufthansa profitiere von zahlreichen Ausnahmeregeln, die vom deutschen Slot-Koordinator zugelassen worden seien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

    Die Airlines müssen an bestimmten, zu normalen Zeiten stark belasteten Flughäfen mindestens die Hälfte ihrer zugeteilten Zeitfenster nutzen. So müssen sie diese nicht in der kommenden Saison abgeben. Zu pandemiefreien Zeiten lag die geforderte Quote bei 80 Prozent.

    Nutzungsquote von Lufthansa soll im März erhöht werden

    Die für den Winterflugplan auf 50 Prozent abgesenkte Quote kann der Kommission zufolge mit Ausnahmeregeln weiter unterschritten werden. Diese greifen etwa beim Auftreten neuer Virusvarianten.

    Die Prüfung unterliegt dabei nationalen Koordinatoren. Ab dem 28. März plant die Kommission eine Erhöhung der Nutzungsquote auf 64 Prozent.

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    Eine Boeing 747 der Lufthansa startet auf dem Flughafen Frankfurt. - dpa

    Lufthansa hat nun die uneinheitliche Anwendung der Ausnahmeregeln beklagt. Sie würden in mehr als 20 Mitgliedsländern gar nicht eingesetzt und in den übrigen sehr unterschiedlich, sagte ein Unternehmenssprecher. Derzeit würden im Konzern täglich etwa 100 kommerziell unnötige, kaum besetzte Flüge durchgeführt. Zum Lufthansa-Konzern gehört auch die Fluggesellschaft Swiss.

    Lufthansa fordert für den Rest des Winterflugplans flexible und unbürokratische Ausnahmen zu den Slotregeln. Die Kommission solle sich für eine einheitliche Regelung einsetzen, um unnötige Flüge zu vermeiden und den Airlines Planbarkeit zu geben.

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte kurz vor Jahresende in einem Interview gesagt: Der Konzern müsse bis Ende März 18'000 eigentlich unnötige Flüge abfliegen. Davon seien aktuell bereits rund 40 Prozent abgeflogen worden, hiess es nun. Für die verbleibenden rund 11'000 unnötigen Flüge hoffe man auf Lösungen.

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