Lufthansa: Maschine kracht zusammen – mehrere Verletzte

    Simon Binz
    Simon Binz

    Deutschland,

    Am Frankfurter Flughafen ist das Bugfahrwerk einer Boeing 787 unvermittelt eingeknickt. Mehrere Crew- und Bodenmitarbeitende von Lufthansa wurden verletzt.

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    Eine Überwachungskamera am Frankfurter Flughafen erfasste den Moment, als das Bugfahrwerk der Lufthansa-Boeing 787 unvermittelt einknickte und die Maschine auf die Nase krachte. - X@flightradar24

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Boeing 787-9 krachte vor dem geplanten Abflug nach Los Angeles auf den Asphalt.
    • Zwei Crewmitglieder und mehrere Bodenmitarbeitende wurden ins Spital gebracht.
    • Der Dreamliner war erst im Januar ausgeliefert worden – die Ursache bleibt ungeklärt.

    Am Frankfurter Flughafen ist am Donnerstag das Bugfahrwerk einer Lufthansa-Maschine ohne Vorwarnung eingeknickt.

    Die Boeing 787-9 lag danach auf dem Asphalt, der Bug nach vorn gekippt, das Heck in die Luft ragend.

    Bilder und Videos vom Gate A15 vor Terminal 1 zeigen stark beschädigte Stellen am Rumpf sowie Rettungsfahrzeuge neben dem Flugzeug.

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    Der Vorfall ereignete sich um 12.45 Uhr – rund 65 Minuten vor dem geplanten Start des Fluges LH450 nach Los Angeles um 13.50 Uhr.

    Die Fluggäste warteten zu diesem Zeitpunkt noch aufs Boarding. An Bord befanden sich ausschliesslich die 13 Crewmitglieder sowie Beschäftigte von Partnerfirmen.

    Wären die Ereignisse nur wenig später eingetreten, hätte die Situation deutlich schlimmer ausgehen können: Bei Langstreckenflügen beginnt das Boarding in der Regel rund 30 Minuten vor Abflug – gegen 13.15 Uhr wären die ersten Passagiere bereits eingestiegen.

    Zwei Crew-Mitglieder waren kurz im Spital

    «Auf einer Parkposition klappte unerwartet das Bugfahrwerk des Flugzeugs ein», schilderte ein Unternehmenssprecher den Hergang.

    Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und medizinisch versorgt. Zwei Kabinencrew-Mitarbeitende sowie einige Beschäftigte von Bodendienstleistern wurden ins Spital gebracht.

    Am Abend teilte Lufthansa mit, dass die verletzten Crewmitglieder das Spital inzwischen wieder verlassen konnten. Alle übrigen Crewmitglieder seien betreut und ihre Heimreise organisiert worden.

    Ursachensuche nach Dreamliner-Panne

    Die Ursache ist bisher ungeklärt. Lufthansa hält sich laut dem «Spiegel» bedeckt und verwies auf laufende Untersuchungen.

    Die havarierte Maschine sollte im Laufe des Abends in eine Technikhalle gebracht werden, wo weitere Untersuchungen stattfinden sollen. Anschliessend ist eine Reparatur geplant.

    Bei Zwischenfällen in der Luftfahrt ermittelt in Deutschland die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU). Ein Krisenstab wurde eingerichtet.

    Der Flughafenbetreiber Fraport teilte mit, der Vorfall habe keine grösseren Auswirkungen auf den übrigen Flugverkehr.

    Maschine ist brandneu

    Der betroffene Dreamliner ist brandneu. Er war erst im Januar an Lufthansa ausgeliefert worden.

    Die Airline betreibt insgesamt 17 solcher Maschinen und plant, bis Ende 2027 insgesamt 29 Exemplare des Typs zu beschaffen. Bis die havarierende Maschine wieder abheben kann, dürfte es nach Experteneinschätzung Monate dauern.

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    Kommentare

    User #3464 (nicht angemeldet)

    Interessant. Am 15. Mai 2006 ist in Frankfurt schon einmal ein Flugzeug wegen des Bug-Fahrwerks auf der Nase gelandet. Die scheinen da eine gewisse Expertise zu haben. (Ironie)

    User #5368 (nicht angemeldet)

    Bei einem Auto wäre so etwas ein Totalschaden!

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