Ein 25-Jähriger ist in Rostock-Lichtenhagen in seiner Wohnung mit einer ätzenden Flüssigkeit angegriffen worden. Der Mann musste im Krankenhaus behandelt werden.
Das Sonnenblumenhaus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen.
Das Sonnenblumenhaus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. - Jens Büttner/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Anwohner ist in Rostock-Lichtenhagen von Unbekannten mit einer Flüssigkeit angegriffen worden, die starkes Brennen und Rötungen auf seiner Haut hervorrief.

Nach Angaben der Polizei vom Sonntag klopften die Tatverdächtigen Samstagnacht maskiert gegen das Fenster des 25 Jahre alten Opfers im Erdgeschoss. Der Anwohner öffnete das Fenster und wurde mit der Flüssigkeit im Gesicht und am nackten Oberkörper besprüht.

Laut einem Polizeisprecher nahmen die Einsatzkräfte Chili- oder Tabasko-Geruch wahr. Von Säure sei zunächst nicht zu sprechen, auch weil die Haut des Opfers keine Verätzungen aufwies. Zur medizinischen Versorgung wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Am Abend hiess es von der Polizei, er habe die Klinik bereits wieder verlassen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung.

Ob die Tat mit einem Vorfall am Rande der Demonstration vom Samstag zusammenhängt, blieb zunächst unklar. In Rostock-Lichtenhagen hatten sich am Samstag Tausende Menschen versammelt, um an die rassistischen Übergriffe in dem Stadtteil vor 30 Jahren zu erinnern. Während der Demonstration veröffentlichte der antifaschistische Twitter-Account Alerta Berlin Aufnahmen der Wohnung des Opfers - ein Mann soll aus dem Fenster im Erdgeschoss den Hitlergruss gezeigt haben. Die Polizei ermittelt nun nicht nur, ob es einen Zusammenhang zwischen den Aufnahmen und der Tat gibt, sondern auch, ob tatsächlich jemand den Hitlergruss während der Erinnerungsveranstaltung gezeigt hatte.

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